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US-Finanzminister Jack Lew (l.) und Notenbankchefin Janet Yellen bei den G20-Beratungen in Schanghai. Foto: Rolex Dela Pena

US-Finanzminister Jack Lew (l.) und Notenbankchefin Janet Yellen bei den G20-Beratungen in Schanghai. Foto: Rolex Dela Pena

Finanzen

G20 wollen sich mit Reformen gegen Abschwung stemmen

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft mit einem Reformschub verhindern. Die G20-Finanzminister und -Notenbankchefs verständigten sich in Shanghai darauf, mehr zu tun, um die globalen Wachstumsziele zu erreichen.

Shanghai.  

"Schnellere Fortschritte bei Strukturreformen sollten mittelfristig das potenzielle Wachstum stärken und unsere Volkswirtschaften innovativer, flexibler und widerstandfähiger machen", heißt es in der G20-Erklärung. Einem "Währungskrieg" und Abwertungswettlauf erteilen die G20 eine Absage. Vereinbart wurde eine enge Abstimmung in der Wechselkurs-Politik.

Die Top-Mächte sehen die globale Wirtschaft zwar weiter auf Wachstumskurs. Sie verwiesen nach ihren zweitägigen Beratungen aber darauf, dass der Aufschwung ungleichmäßig sei und hinter dem angestrebten Ziel eines nachhaltigen und ausgewogenen Wachstums zurück bleibe. Die Abwärtsrisiken und die Anfälligkeiten für die Weltwirtschaft nähmen zu. Verwiesen wird in der G20-Erklärung auf volatile Kapitalflüsse, die stark fallenden Rohstoffpreise sowie die "eskalierenden" geopolitischen Konflikte.

Als Risiken genannt werden aber auch der "Schock" eines möglichen EU-Austritts Großbritanniens sowie eine große und steigende Flüchtlingszuwanderung in "einigen Regionen". Es gebe zudem "wachsende Befürchtungen", dass die Vorhersagen für das globale Wirtschaftswachstum nochmals nach unten korrigiert werden.

Die G20 bekräftigten ihre Absage an Währungsabwertungen als Mittel, um sich im Wettbewerb auf den Weltmärkten Vorteile zu verschaffen. Mit einer weitergehenderen Formulierung als üblich betonten die Finanzminister und Notenbankchefs zugleich: "Wir werden uns eng abstimmen über die Devisenmärkte." 

dpa


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