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Mercedes-Benz Modelle werden in Detroit präsentiert (Archivbild). Der Autohersteller muss bei französischen Behörden zum Abgas-Rapport antreten.

Mercedes-Benz Modelle werden in Detroit präsentiert (Archivbild). Der Autohersteller muss bei französischen Behörden zum Abgas-Rapport antreten. © Uli Deck

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Franzosen bestellen Mercedes-Vertreter wegen Abgastests ein

Nach Renault muss nun auch Mercedes-Benz bei französischen Behörden zum Abgas-Rapport antreten. Die Franzosen wollen neue Messergebnisse mit dem Autobauer besprechen. Auch Opel hat einem Bericht zufolge eine Vorladung bekommen, gibt sich aber bislang zugeknöpft.

Paris. Französische Behörden haben nach der Auswertung von Abgastests Vertreter des Autoherstellers Mercedes-Benz zu sich einbestellt.

"Wir wurden über die (...) Messergebnisse informiert und zu einem Termin mit den Behörden eingeladen", teilte ein Daimler-Sprecher am Montag auf Anfrage mit. "Dabei werden wir detaillierte Informationen zur Testprozedur erhalten und besprechen." Einem Bericht zufolge wurden auch Vertreter der GM-Tochter Opel zu einem Gespräch zitiert - der Autobauer schwieg dazu.

Der Daimler-Sprecher äußerte sich wiederum nicht zu den Ergebnissen der neuen Abgastests. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte am Wochenende noch einmal bekräftigt: "Bei uns wird nicht betrogen, bei uns wurden keine Abgaswerte manipuliert."

Für diese Version sprechen auch Aussagen von Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal. Die französische Regierung hatte nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei VW Stichproben bei insgesamt 100 Fahrzeugen angeordnet. Nach Tests an 22 Fahrzeugen hatte Royal erklärt, Renault und mindestens zwei ausländische Marken hätten bei Untersuchungen unter Realbedingungen Abgasnormen überschritten. Sie betonte allerdings, dass außer bei VW keine Betrugssoftware gefunden worden sei.

Der Termin zwischen Mercedes-Benz und französischen Behördenvertretern ist für diesen Donnerstag (28.1.) angesetzt. Die Behörden haben dem Daimler-Sprecher zufolge "Experten aus Entwicklung und Zertifizierung" zu dem Treffen gebeten. 

Laut einem Bericht der französischen Zeitung "Journal du Dimanche" hat auch Opel eine solche "Einladung" erhalten. Ein Sprecher der GM-Tochter beantwortete Fragen dazu nicht. Nach einem früheren Bericht der Zeitung "Les Echos" sollen die Behörden bei Opel zu hohe Abgaswerte festgestellt haben. Auch dies kommentierte der Autobauer nicht. Der Sprecher teilte lediglich mit: "Opel arbeitet mit den französischen Behörden zusammen und wird alle offenen Fragen beantworten."

Dafür widersprach Opel einem belgischen TV-Bericht, der dem Autohersteller heimliche Manipulationen der Abgasbehandlung vorgeworfen hatte. Als Indiz für mögliche Mauscheleien im Rahmen eines Services-Updates hatten die TV-Macher bei zwei Zafira-Dieselmodellen stark verminderte Abgaswerte nach dem jeweiligen Werkstattbesuch gemessen. Laut Opel waren aber beide Fahrzeuge erkennbar defekt, als sie im Dezember 2015 in die Werkstätten gebracht wurden. Das habe der Sender VRT seinen Zuschauern verschwiegen, betonte ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat für den Sommer eine freiwillige Service-Aktion für 43 000 Dieselautos angekündigt, mit der die Abgasbehandlung verbessert werden soll. Diese Software-Kalibrierung stehe derzeit aber noch gar nicht zur Verfügung, sagte der Sprecher.

dpa


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