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Nach guten Zahlen blickt der britische Billigflieger Easyjet zuversichtlich in die Zukunft.

Nach guten Zahlen blickt der britische Billigflieger Easyjet zuversichtlich in die Zukunft. © Bernd von Jutrczenka

Luftverkehr

Easyjet kauft nach Rekordjahr noch mehr Flugzeuge

Die Konkurrenz im Luftverkehr ist beinhart - das gilt auch für Billigflieger. Der Ryanair-Konkurrent Easyjet legt erneut ein kräftiges Gewinnplus hin. Dennoch reagiert die Börse nicht mit Applaus.

Luton. Der britische Billigflieger Easyjet bestellt nach einem erneuten Rekordgewinn noch mehr Flugzeuge. Vorstandschefin Carolyn McCall kaufte weitere 36 Airbus-Mittelstreckenjets.

Zudem will sie das Flugangebot weiter kräftig ausbauen. Easyjet profitiert von niedrigen Kerosinpreise, zudem sind die Flugzeuge gut ausgelastet, wie der Ryanair-Konkurrent am Dienstag in Luton bei London mitteilte.

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 548 Millionen britische Pfund (777,3 Mio Euro) und damit 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Vorsteuerergebnis von 686 Millionen Pfund kam dabei etwa in der Mitte der im Spätsommer angehobenen Gewinnprognose heraus (675 bis 700 Millionen Pfund). An der Börse hatte man zum Teil mehr erhofft.

"Langfristig sind unsere Aussichten positiv", sagte McCall. Man gehe davon aus, dass "Easyjet auch weiterhin der Gewinner auf dem Markt ist". Der Passagierzuwachs soll jährlich bei sieben Prozent liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zählte die Linie 68,6 Millionen Passagiere.

An der Börse ging die Easyjet-Aktie dennoch zunächst in einen Sinkflug über. Das Papier verlor am Vormittag 3,68 Prozent an Wert und fiel auf 1717,42 britische Pence, später schrumpfte der Verlust.

Angesichts des Preiskampfs in der Branche und der starken britischen Währung zog der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr lediglich um 3,5 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Pfund an. Doch gesunkene Kerosinpreise machten dies wieder wett.

Im laufenden Geschäftsjahr will Easyjet das Flugangebot um sieben Prozent ausweiten. Der erwartete Rückgang bei den Ticketpreisen solle durch sinkende Kosten ausgeglichen werden. So dürfte die Treibstoffrechnung nach Berechnungen des Managements im laufenden Geschäftsjahr um 140 bis 160 Millionen Pfund sinken.

McCall ging erneut auf Einkaufstour und orderte 36 Airbus-Jets aus der A320-Modellfamilie, davon 30 in der spritsparenden Neuauflage A320neo. Das Geschäft der Billigflieger wächst seit Jahren in großen Sprüngen und setzt die klassischen Fluglinien wie Lufthansa unter Druck.  

dpa


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