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EZB-Präsident Draghi: Die EZB dreht vorerst nicht an der Zinsschraube.

EZB-Präsident Draghi: Die EZB dreht vorerst nicht an der Zinsschraube.© Boris Roessler/Archiv

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EZB hält trotz Konjunktursorgen still

Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die konjunkturelle Entwicklung mit wachsender Sorge. Dennoch beschloss die EZB am Donnerstag in Frankfurt keine weiteren Schritte, um die Wirtschaft der Eurozone schneller aus der Rezession zu holen.

Frankfurt/London/Tokio. Damit bleibt der Leitzins im Währungsraum vorerst unverändert - ebenso wie in England, wo die Notenbank trotz drohender Rezession keine weitere Zinssenkung beschloss. In Japan dagegen lockerte der neue Notenbankchef Haruhiko Kuroda die ohnehin aggressive Geldpolitik gleich zu Beginn seiner Amtszeit noch weiter. Vor allem sollen künftig noch mehr Staatsanleihen gekauft werden.

 Für die Eurozone rechnet die EZB zwar nach wie vor mit einer allmählichen Erholung im zweiten Halbjahr 2013. Eine schleppende Umsetzung von Reformen und eine möglicherweise schwächere Binnennachfrage hätten jedoch das Potenzial, die Erholung zu verzögern, sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Der Leitzins bleibt dennoch bei 0,75 Prozent. Für den Fall, dass sich die Lage verschlechtert, versicherte Draghi: "Wir sind bereit zu handeln."

 Angesichts der zuletzt in Zypern wieder dramatisch aufgeflammten Euro-Schuldenkrise unterstrich Draghi einmal mehr, dass die Notenbank alles zum Erhalt der Eurozone tun werde. "Es gibt keinen Plan B", versicherte der Zentralbankchef.

 Trotz der trüben Wirtschaftslage hält auch die britische Notenbank vorerst still. Sowohl das Volumen der Anleihekäufe als auch der Leitzins von 0,5 bleiben unverändert, wie die Bank of England in London mitteilte.

 Derweil läutete die Bank of Japan (BoJ) nach eigener Aussage eine "neue Phase der monetären Lockerung" ein. Ausdrücklich gab die Zentralbank das Ziel aus, die seit Jahren um die Null-Linie pendelnde Inflationsrate binnen zweier Jahre auf das Niveau von rund zwei Prozent zu heben. Kernproblem dort ist eine Deflation, eine Spirale aus sinkenden Preisen und hartnäckiger Lähmung der Nachfrage, die in Japan schon seit den 1990er Jahren anhält.

 Im einzelnen will die BoJ künftig noch mehr Staatsanleihen in ihre Bücher nehmen. Ähnlich wie die US-Notenbank Fed nannte sie Betrag, mit dem sie staatliche Schuldtitel erwerben will: Monat für Monat sieben Billionen Yen (58 Mrd Euro). Damit läuft die Notenpresse faktisch noch schneller, um die Wirtschaft mit frischem Geld zu fluten. Banken und Investoren sollen so ermutigt werden, Wertpapiere an die Zentralbank zu verkaufen und das Geld dann für Investitionen zu verwenden.

dpa


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