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Nach dem Ende des Lokführerstreiks drohen bei der Deutschen Bahn bereits neue Ausstände. Diesmal könnte die EVG zu Warnstreiks aufrufen.

Nach dem Ende des Lokführerstreiks drohen bei der Deutschen Bahn bereits neue Ausstände. Diesmal könnte die EVG zu Warnstreiks aufrufen. © Lukas Schulze

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EVG warnt Bahn: Tarifvertrag oder Streik

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn stehen am Mittwoch vor einer Entscheidung. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will an diesem Tag einen Abschluss erzwingen.

Berlin. Zugleich beginnt an unbekanntem Ort die Schlichtung zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Mit Hilfe der Politiker Matthias Platzeck (SPD) und Bodo Ramelow (Linke) als Schlichter wollen beide Seiten innerhalb von drei Wochen eine Lösung des Tarifkonflikts finden. Er dauert bereits seit elf Monaten und hat zu neun Lokführerstreiks geführt.

Die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba machte vor der 13. Verhandlungsrunde deutlich: "Unser Ziel ist ein Tarifabschluss zum 1. Juni. Entweder kriegen wir den am Mittwoch hin oder es ist Ende am Verhandlungstisch." Eine nochmalige Verhandlungsunterbrechung wie am vergangenen Freitag werde es nicht geben. Ohne eine Einigung gäbe es für die EVG nur noch eine Option - und die heiße Arbeitskampf.

Bahn und EVG hatten bei der Einkommenserhöhung und der Laufzeit des Tarifvertrages noch nicht zueinander gefunden. Laut EVG hat die Bahn zuletzt Erhöhungen von 3,4 Prozent und von 1,5 Prozent verteilt auf 28 Monate angeboten, bei einem Mindestbetrag von monatlich 65 Euro in einem ersten Schritt sowie 35 Euro in einem zweiten Schritt. Die EVG fordert mehr Geld und eine kürzere Dauer des Tarifvertrages.

Formal unabhängig von der Tarifrunde mit der EVG wird die Bahn das Schlichtungsverfahren mit der GDL aufnehmen. Dabei will die Lokführergewerkschaft eigenständige Tarifverträge für Berufsgruppen des Zugpersonals durchsetzen, die bislang allein von der größeren EVG vertreten wurden. Wichtige Punkte für die GDL sind eine geringere Arbeitsbelastung und eine Begrenzung der Überstunden.

dpa


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