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Die EU-Kommission wirft China vor, Stahl teilweise unter den Produktionskosten zu exportieren. Foto: Mark

Die EU-Kommission wirft China vor, Stahl teilweise unter den Produktionskosten zu exportieren. Foto: Mark

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EU-Kommissarin: Chinesische Stahlimporte treffen Europa hart

Die europäische Stahlbranche ist wegen eines weltweiten Überangebots unter Druck. Brüssel sieht die Schuld vor allem in China. Peking weist die Vorwürfe zurück.

Brüssel. Chinesische Billig-Importe haben nach Ansicht der EU-Kommission verheerende Auswirkungen auf die europäische Stahlbranche.

Das sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström bei einer OECD-Konferenz anlässlich der kritischen Lage auf dem Stahlmarkt in Brüssel. Die Preise seien in den vergangenen Jahren um 40 Prozent zurückgegangen.

Die Brüsseler Behörde wirft China vor, Stahl teilweise unter den Produktionskosten zu exportieren. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission eine ganze Reihe von Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen gegen das Land in Kraft gesetzt.

Für viele Firmen gehe es nun ums Überleben, sagte Malmström bei der Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), bei der mehr als 30 Länder vertreten waren. Chinas Stahlproduktion übersteige den heimischen Bedarf bei weitem, hieß es auch von Seiten der US-Regierung.

Chinas stellvertretender Handelsminister Zhang Ji wies die Vorwürfe zurück. Sein Land exportiere lediglich 14 Prozent seiner Stahlproduktion. Grund für das Überangebot am Stahlmarkt sei vielmehr das schwächelnde Wirtschaftswachstum. China hatte im Februar angekündigt, rund 1,8 Millionen Jobs in der Stahl- und Kohleindustrie abbauen zu wollen.

In der Stahlindustrie in Europa waren 2015 rund 328 000 Menschen beschäftigt. Zudem spielt sie eine wichtige Zulieferer-Rolle für andere Industriebereiche, etwa für die Automobilbranche.

Die stellvertretende OECD-Generalsekretärin Mari Kiviniemi kündigte an, dass die schwierige Lage auf dem Stahlmarkt erneut bei einem weiteren Treffen im Laufe des Jahres zur Sprache kommen solle.

dpa


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