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Knapp drei Viertel der Neuzulassungen entfielen auf Marken deutscher Konzerne.

Knapp drei Viertel der Neuzulassungen entfielen auf Marken deutscher Konzerne. © Tobias Hase

Auto

Deutscher Automarkt wächst im Januar um drei Prozent

Obwohl der Kalender einen Verkaufstag weniger hergab, verkauften die Händler in Deutschland mehr Autos. Die größte deutsche Marke hat jedoch zu kämpfen.

Berlin. Der deutsche Automarkt hat im Januar weiter zugelegt. 218 400 Wagen wurden neu zugelassen und damit drei Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Berlin berichtete.

"Der deutsche Pkw-Markt ist gut ins neue Jahr gestartet", sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann. Die Zahl sei so hoch wie seit 2008 nicht.

Nicht profitieren konnte davon die Marke Volkswagen, die nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts 8,8 Prozent weniger verkaufte als vor einem Jahr, während die deutschen Marken BMW, Audi und Mercedes zulegten. Auch Porsche und Smart büßten ein.

Trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte kommt weiterhin mehr als jeder fünfte Neuwagen in Deutschland von VW. Knapp jeder zweite Neuwagen hatte Dieselantrieb, mit 48,7 Prozent lag der Anteil jedoch knapp zwei Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr.

Elektroautos haben mit 0,2 Prozent weiterhin nur einen geringen Marktanteil, 477 wurden im Januar verkauft. Um knapp die Hälfte gestiegen sind verglichen mit dem Vorjahr die Verkäufe der Hybrid-Antriebe mit Verbrennungs- und Elektromotor. Mit 2814 Exemplaren bleiben aber auch sie ein Nischenprodukt.

Knapp drei Viertel der Neuzulassungen entfielen auf Marken deutscher Konzerne, die jedoch mit einem Zuwachs von zwei Prozent langsamer zulegten als die ausländischen Marken mit einem Plus von sechs Prozent.

313 600 Autos verkauften die deutschen Hersteller ins Ausland (minus sechs Prozent), die Produktion sank gegenüber dem Januar 2015 um zwei Prozent auf 413 800. Der Branchenverband erklärte dies mit einer geringeren Zahl von Arbeitstagen. Für das Gesamtjahr 2016 würden auch bei Export und Produktion Zuwächse erwartet.

dpa


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