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Die großen deutschen Industriebranchen gehen voller Zuversicht ins neue Jahr.

Die großen deutschen Industriebranchen gehen voller Zuversicht ins neue Jahr. © Tobias Kleinschmidt/Archiv

Konjunktur

Deutsche Industriebranchen sehen sich im Aufwind

In der Autoindustrie ist die Zuversicht auf die Konzerne begrenzt, die in Übersee stark sind. Denn in Europa stehen Opel & Co. vor einem weiteren schweren Jahr. Große Unsicherheit herrscht in der Finanzwelt, die Commerzbank scheut gar einen klaren Ausblick.

Frankfurt/Main. Zuversicht auf die Konzerne begrenzt, die in Übersee stark sind. Denn in Europa stehen Opel & Co. vor einem weiteren schweren Jahr. Große Unsicherheit herrscht in der Finanzwelt, die Commerzbank scheut gar einen klaren Ausblick. Die Branchen im Überblick:

AUTOINDUSTRIE: Die deutsche Autoindustrie startet selbstbewusst ins neue Jahr. Der weltweite Absatz wird nach einer Prognose des Branchenverbands VDA von 68 Millionen Autos in diesem Jahr auf 70 Millionen steigen. Davon werden Konzerne wie VW, BMW oder Daimler profitieren. Wachstumstreiber sind die beiden größten Märkte USA und China. BMW etwa strebt nach dem Rekordjahr auch 2013 Bestwerte an. Autobauer wie Opel, Fiat oder Peugeot, die sich auf Europa konzentrieren, haben hingegen ein weiteres schweres Jahr vor sich. Opel-Chef Thomas Sedran ist pessimistisch für die Marktentwicklung in Europa: "Der Gesamtmarkt nächstes Jahr wird unserer Erwartung nach sogar noch etwa schwächer werden als dieses Jahr." Auch der deutsche Markt wird nach VDA-Schätzung noch etwas nachgeben.

CHEMIE: Die deutsche Chemieindustrie sieht die Talsohle durchschritten: Nach einem Jahr der Stagnation rechnet der Branchenverband VCI 2013 wieder mit besseren Geschäften und 2 Prozent Umsatzplus. Wachstumstreiber bleibt demnach der Export in Länder außerhalb Europas. Bereits 2012 hatte die Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern das schwächelnde Europageschäft ausgeglichen. Wichtigster Auslandsmarkt bleiben die USA.

FINANZBRANCHE: Die Zeiten für Banken bleiben unsicher. Regulatoren verschärfen die Kapitalvorgaben (Stichwort "Basel III"), Politiker fordern die Zerschlagung von Großbanken, viele Kunden vertrauen nach Jahren der Krise und immer neuen Skandalen "den Banken" kaum noch. Die Institute richten sich darauf ein, dass sich ihre Kassen nicht mehr so schnell füllen werden. "Wir sind gut beraten, wenn wir uns für die kommenden Jahre auf anhaltende Volatilität einstellen", sagt etwa Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen. Die Commerzbank traut sich nach der Bauchlandung mit der für 2012 ausgegebenen Gewinnmarke keinen klaren Ausblick mehr zu. In einem hartumkämpften Markt bemühen sich die Institute mehr denn je um Privatkunden - das könnte nach Einschätzung der Bundesbank zu weiteren Fusionen zwingen.

MASCHINENBAU: Der deutsche Maschinenbau sieht sich auch 2013 auf Erfolgskurs. Nach Rekordumsätzen 2012 erwartet die mittelständisch geprägte Industrie im kommenden Jahr ein weiteres Plus - getragen auch von einer wieder anziehenden Nachfrage aus China. "Wir sind voller Zuversicht, dass sich der Nachfragestau in wichtigen Märkten, namentlich in China, auflöst", sagt Verbandspräsident Thomas Lindner. Auch das Wachstum in den USA werde sich fortsetzen. Im Deutschlandgeschäft könnte es ebenfalls wieder aufwärtsgehen: Ökonomen erwarten, dass die Unternehmen im Inland 2013 wieder mehr investieren - davon profitieren die Maschinenbauer.

ELEKTRO/ELEKTRONIK: - Die deutsche Elektroindustrie erwartet nach einem durchwachsenen 2012 für das kommende Jahr wieder ein leichtes Plus. Produktion und Umsatz werden um 1,5 Prozent anziehen, sagt der Vorsitzende des Branchenverbands ZVEI, Klaus Mittelbach. Er erwartet Zuwächse vor allem in den großen, wieder anziehenden Volkswirtschaften USA und China, während die Bedeutung der europäischen Märkte im Zeichen der Schuldenkrise weiter schwinde. Für 2013 werden 177 Milliarden Euro Umsatz angestrebt. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf ein Rekordhoch von 848 000 angestiegen.

dpa


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