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Privatkunden der Deutschen Bank müssen nicht mit Strafzinsen auf ihr Erspartes rechnen.

Privatkunden der Deutschen Bank müssen nicht mit Strafzinsen auf ihr Erspartes rechnen. © Felix Heyder

Banken

Deutsche-Bank-Vorstand: Keine Strafzinsen für Privatkunden

"Bei uns nicht" - trotz EZB-Strafzinsen will die Deutsche Bank Zusatzkosten nicht an ihre Privatkunden weiterleiten. Doch sie erwartet, dass Bankkunden branchenweit anders belastet werden.

Frankfurt/Main. Privatkunden der Deutschen Bank müssen nicht mit Strafzinsen auf ihr Erspartes rechnen. "Bei uns nicht", sagte Privatkunden-Vorstand Christian Sewing der "Bild"-Zeitung. Der Manager erwartet aber, dass die Zinsflaute viele Institute zu Gebührenerhöhungen zwingt.

"Ein Bankkonto ist ein Service, der etwas kostet (...). Das verstehen inzwischen auch viele andere Banken und müssen sich entsprechend anpassen."

Minuszinsen für Privatkunden versucht die Finanzbranche zu vermeiden. Zwar verlangt die Europäische Zentralbank (EZB) Strafzinsen von Instituten, die Geld bei der Notenbank parken. Nur wenige Banken geben diese Gebühren aber direkt an vermögende Sparer weiter.

Die Lage des größten deutschen Geldhauses bezeichnete Sewing als "vollkommen stabil". "Unser Kapital ist ausreichend und zufriedenstellend." Die Frage einer Kapitalerhöhung stelle sich derzeit nicht. Auch die Regulatoren sähen "keinen akuten Bedarf" nach mehr Kapital.

Die Aktie der Deutschen Bank ist im Keller und beim jüngsten Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA landete das Institut auf Platz 43 von 54 untersuchten Geldhäusern. Das hatte an der Börse erneut Spekulationen um eine Kapitalerhöhung geschürt. "Auf Dauer wollen wir Platz 43 nicht belegen, aber den Stresstest kann man auch nicht lesen wie eine Bundesligatabelle", sagte Sewing.

Nachdem das Institut den Aktionären die Dividende für 2015 und 2016 gestrichen hat, "muss auch unser eigener Bonus zur Debatte stehen", sagte der Manager. Die Entscheidung habe der Aufsichtsrat zu treffen. Der Vorstand der Deutschen Bank hatte wegen ihres Milliardenverlustes im vergangenen Jahr bereits auf Boni für 2015 verzichtet.

dpa


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