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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). © Fredrik von Erichsen

Börsen

Dax steigt

Am Mittwochabend entscheidet sich, ob der Leitzins in den USA zum ersten Mal seit der Finanz- und Wirtschaftskrise angehoben wird. Kaum ein Anleger rechnet damit. Entsprechend gut ist die Stimmung am Markt. Selbst die VW-Aktie legt trotz eines Milliardenverlusts zu.

Frankfurt/Main. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich wieder aus der Deckung gewagt. Der Dax schloss 1,31 Prozent höher bei 10 831,96 Punkten.

Kursaufschläge an der Wall Street hätten dem Leitindex am Nachmittag zusätzlichen Auftrieb gegeben, sagten Händler. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 1,32 Prozent auf 20 954,48 Punkte hinauf. Das Technologiewerte-Barometer TecDax gewann 1,55 Prozent auf 1800,08 Punkte.

Experten rechneten vor der für den Abend erwarteten Entscheidung der US-Notenbank zur Zinspolitik weiterhin nicht mit dem Beginn der seit längerem im Raum stehenden Zinswende in den USA. Ökonomen dürften die Aussagen der amerikanischen Währungshüter aber auf Hinweise für eine mögliche Leitzinserhöhung im Dezember durchleuchten.

"Die US-Notenbank muss in ihrer Kommunikation endlich deutlicher werden, möchte sie überhaupt irgendwann die Zinsen erhöhen", hieß es von der Commerzbank. Ein niedriger Zinssatz steigert die Attraktiviät von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren.

Die Dax-Spitze eroberten die Vorzugsaktien von Volkswagen mit einem Plus von 3,99 Prozent. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte hatte dem Autobauer im dritten Jahresviertel zwar erstmals seit mehr als 20 Jahren einen Verlust eingebrockt. Eine Hiobsbotschaft war dies für die Analysten aber nicht mehr. Michael Punzet von der DZ Bank sprach gar von einer besser als erwartet ausgefallenen operativen Entwicklung.

Insgesamt maßen Marktteilnehmer dem Quartal sowie keine allzu große Bedeutung bei. Die Geschäftszahlen seien eigentlich Makulatur - die wahren Belastungen aus der Krise seien hier noch gar nicht enthalten, hieß es. Das dicke Ende komme erst noch.

Die Papiere des Industriegase-Spezialisten Linde gewannen nach Bekanntgabe von Unternehmenszahlen 2,04 Prozent. Beim Anlagenbauer Gea Group ließen sich die Anleger von dem hartnäckigen Optimismus des Vorstands anstecken. Der MDax-Konzern hält trotz eines mäßigen dritten Geschäftsquartals an seinem diesjährigen operativen Gewinnziel fest. Gea-Aktien legten um 2,66 Prozent zu.

Im TecDax halfen gute Resultate des Kunden Apple den zuletzt gebeutelten Aktien von Dialog Semiconductor wieder auf die Beine: Die Titel des Halbleiterherstellers sprangen mit plus 7,04 Prozent an die Indexspitze.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Gewinn von 1,19 Prozent auf 3421,09 Punkte. Der Cac-40-Index in Paris und der FTSE-100-Index in London verbuchten ebenfalls Aufschläge. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ein gutes halbes Prozent höher.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,35 Prozent am Vortag auf 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 140,51 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,04 Prozent auf 158,32 Punkte vor. Der Kurs des Euro sank zuletzt wieder leicht unter den von der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag festgesetzten Referenzkurs von 1,1085 (Dienstag: 1,1061) US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,9021 (0,9041) Euro.

dpa


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