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Dax schließt nach EZB-Aussagen im Minus

Der Dax hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Nach Aussagen der Europäischen Zentralbank zur Wirtschaftsentwicklung gab der Index seine frühen Gewinne ab und sank ins Minus.

Frankfurt. Auch negative US-Arbeitsmarktdaten trübten die Stimmung am Markt. Zunächst war der Leitindex wegen der weiter gelockerten Geldpolitik in Japan bis auf rund 7928 Punkte gestiegen, zum Handelsende verlor er dann aber 0,73 Prozent auf 7817,39 Punkte. Der MDax schloss mit minus 1,78 Prozent auf 13 208,76 Punkten, hatte allerdings tags zuvor ein Rekordhoch markiert. Der TecDax gab um 2,03 Prozent auf 922,82 Punkte nach.

Die EZB beließ den Leitzins bei 0,75 Prozent. Die Konjunktur im Euroraum wird zugleich von EZB-Präsident Mario Draghi skeptischer gesehen. Zwar sei nach wie vor mit einer Erholung im zweiten Halbjahr zu rechnen, diese Annahme sei aber mit Risiken verbunden. Zuvor hatte die Bank of Japan mit angekündigten weiteren Lockerungen ihrer Geldpolitik den Börsen noch Auftrieb gegeben.

Favorit im Dax war nach angekündigten Aktienrückkäufen die Stammaktie von Fresenius Medical Care (FMC) mit plus 2,85 Prozent. Die Vorzüge des Dialyse-Spezialisten sprangen außerhalb des Dax um ein Viertel in die Höhe, da die stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die rund 1,3 Prozent des Grundkapitals ausmachen, im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt werden sollen.

Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom gewannen an zweiter Stelle im Leitindex 1,99 Prozent und profitierten davon, dass die Konzerntochter T-Mobile USA ihre Gesamtkundenzahl im ersten Quartal auf 34 Millionen gesteigert und die Abwanderungsquote im Direktgeschäft gesunken war. Ein Analyst nannte die "ungewöhnliche" Veröffentlichung einen taktischen Schritt vor der Abstimmung der MetroPCS-Aktionäre über eine Fusion mit der US-Tochter der Telekom.

Als einer der schwächsten MDax-Werte litten die Titel des Roboterherstellers Kuka mit minus 4,40 Prozent unter negativen Analystenkommentaren, während Klöckner & Co vor allem von Übernahmefantasien angetrieben wurden und um 1,35 Prozent stiegen. Einem Medienbericht zufolge wird in Finanzkreisen davon ausgegangen, dass Albrecht Knauf seine KlöCo-Beteiligung bald auf mehr als zehn Prozent erhöhen dürfte.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,67 Prozent bei 2621,43 Punkten. Die nationalen Indizes in London und Paris gaben um ein beziehungsweise ein knappes Prozent nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende 0,10 Prozent im Plus.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,08 Prozent am Vortag auf 1,06 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 135,68 Punkte. Der Bund Future gewann 0,30 Prozent auf 146,00 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu und notierte zuletzt bei 1,2861 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2818 (Mittwoch: 1,2828) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7802 (0,7795) Euro.

dpa


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