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Verpackte Lebensmittel werden in der EU ab Dezember durch eine einheitliche Nährwerttabelle gekennzeichnet. (Symbolbild)

Verpackte Lebensmittel werden in der EU ab Dezember durch eine einheitliche Nährwerttabelle gekennzeichnet. (Symbolbild)
 © afp

Fahrplanwechsel bei der Bahn, Kontogebühren

Das ändert sich zum 1. Dezember

Im neuen Monat müssen sich Verbraucher auf Änderungen einstellen: Die DKB-Bank führt ein neues Kontomodell ein. Verpackte Lebensmittel in der EU werden mit einer einheitlichen Nährwerttabelle gekennzeichnet. Ein Überblick.

Hannover.  Bisher war das Abheben von Bargeld mit der Visa-Card für Kunden der Deutschen Kreditbank (DKB) weltweit kostenlos. Das ändert sich ab dem 1. Dezember. Dann ist der Service nur noch für „Aktivkunden“ gebührenfrei. Das setzt einen monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro im Monat voraus. Wer kein Aktivkonto hat, muss künftig 1,75 Prozent der abgehobenen Summe berappen – dies gilt allerdings nur für Abhebungen außerhalb der Europäischen Union. Ab dem 1. Dezember werden zunächst alle Kunden befristet für ein Jahr zu Aktivkunden. „Gehen monatlich mindestens 700 Euro auf Ihrem Konto ein, bleiben Sie auch danach weiter Aktivkunde“, schreibt die DKB auf ihrer Internetseite.

Die DKB ist eine der größten Direktbanken in Deutschland.

Fahrplanwechsel bei der Bahn

Ab dem 11. Dezember gilt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn. Die wichtigsten Änderungen zum Fahrplanwechsel haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Der Normalpreis heißt jetzt Flexpreis. Damit können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Bahn gleich im Namen deutlich machen.
  • Sparpreise für ICE, Inter- und Eurocity gibt es nun auch noch am Reisetag – wenn die entsprechenden Kontingente noch nicht ausverkauft sind. Die bisherige Vorverkaufsfrist für Billigtickets ab 19 und 29 Euro entfällt.
  • Im Fernverkehr verzichtet der Konzern weitestgehend auf Preiserhöhungen. Auch die Bahncard wird nicht teurer. Wer allerdings im Fernverkehr die Neubaustrecke Erfurt–Halle/Leipzig nutzt, muss tiefer in die Tasche greifen, kommt aber schneller ans Ziel. Der Preis erhöht sich um bis zu 7 Euro.
  • Im Regionalverkehr, dessen Preise auch von den kommunalen Verkehrsverbünden bestimmt werden, werden die meisten Fahrten erneut teurer. Die Tickets kosten im Schnitt rund 2 Prozent mehr als bisher. Die Preise für Zeitkarten und Abonnements von Pendlern und Schülern bleiben dagegen stabil. Auch das Quer-durchs-Land-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket werden nicht teurer.

Winterreifenpflicht startet in zehn europäischen Ländern

In zehn europäischen Ländern beginnt am 1. Dezember die Winterreifenpflicht. Dazu zählen Länder wie Estland, Finnland, Lettland und Litauen, teilt der Auto Club Europa (ACE) mit. In Ländern wie Bosnien, Serbien und Slowenien gilt sie bereits seit Anfang November. Sie endet in den meisten Ländern zwischen Ende März und Mitte April. Die Pflicht gilt dort unabhängig von der Witterung.

In Deutschland gibt es keine gesetzlich geregelte Winterreifenpflicht. Der ADAC empfiehlt wintertaugliche Bereifung zwischen Oktober und Ostern. Als Winterreifen gelten laut ACE in der Regel neben Reifen mit M+S-Kennzeichnung auch viele Ganzjahresreifen.

Lebensmittelrecht

Verpackte Lebensmittel werden in der EU ab 13. Dezember durch eine einheitliche Nährwerttabelle gekennzeichnet. Die Tabelle muss nach Darstellung des Bundeslandwirtschaftsministeriums Angaben zum Energiegehalt und zu den Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz, also zu den sogenannten „Big 7“, enthalten.

Zur besseren Vergleichbarkeit müssten die Nährstoffgehalte immer bezogen auf 100 Gramm (g) oder 100 Milliliter (ml) angegeben werden. Vitamine und andere Nährstoffe müssten dann angegeben werden, wenn sie auf der Verpackung herausgestellt werden, zum Beispiel „enthält Vitamin C“. Die jetzt geltenden Vorgaben sind Teil der 2014 in Kraft getretenen Regelungen für die Lebensmittelkennzeichnung.

Mietpreisbremse in Niedersachsen

Ab dem 1. Dezember gilt in 19 niedersächsischen Städten und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreisbremse. Wenn dort Objekte neu vermietet werden, dürfen die Preise nicht frei festgelegt werden, sondern höchstens zehn Prozent über den ortsüblichen Mieten liegen. Eingeführt wird die Mietpreisbremse in den Städten Braunschweig, Buchholz in der Nordheide, Buxtehude, Göttingen, Hannover, Langenhagen, Leer, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wolfsburg sowie in den sieben ostfriesischen Inselgemeinden.

Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) erhofft sich davon, dass Geringverdiener nicht aus den Ballungszentren verdrängt werden. Der Eigentümerverband „Haus und Grund“ in Niedersachsen bezeichnete die Mietpreisbremse als völlig falsches Instrument.

Tui schafft klassische Reiseunterlagen ab

Reiseveranstalter Tui schafft gedruckte Reiseunterlagen endgültig ab. Urlauber bekommen ab 13. Dezember 2016 keine ausgedruckten Booklets mehr, wenn sie im Reisebüro bei Tui oder airtours buchen, teilte der Veranstalter mit. Bisher konnten sie sich auf Wunsch einen ausgedruckten Reiseplan schicken lassen - die Option entfällt nun. Ihren Reiseplan mitsamt der Bestätigung aller gebuchten Leistungen finden Kunden künftig nur noch auf den Online-Serviceportalen „Meine Tui“ und „Mein airtours“. Bei Onlinebuchungen gibt es für Tui-Kunden schon seit einiger Zeit nur digitale Reiseunterlagen.

Laut Tui ist ticketloses Reisen bei Flügen und Hotelbuchungen sehr verbreitet. Der Anteil von Kunden, die nur mit Personalausweis oder Reisepass unterwegs sind, liege bei etwa 70 Prozent.

Von RND/are/abr/dpa

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