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Das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau hat sich wieder leicht eingetrübt.

Das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau hat sich wieder leicht eingetrübt. © Hendrik Schmidt/Symbolbild

Maschinenbau

China-Schwäche bremst Deutschlands Maschinenbauer

Der deutsche Maschinenbau leidet unter der Flaute in wichtigen Absatzmärkten wie China. Die Orderbücher sind deutlich leerer als im Vorjahr. Und die Schlüsselbranche erwartet weiterhin schwere Zeiten.

Frankfurt/Main. Die China-Schwäche bremst Deutschlands Maschinenbauer aus. Im September lagen die Aufträge aus dem Ausland um 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Dies teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mit. Auch ein leicht anziehendes Inlandsgeschäft (plus 1 Prozent) konnte das bei den meist mittelständischen Betrieben nicht ausgleichen.

"Die Stimmung hat sich eingetrübt", bilanzierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. "Die Turbulenzen auf den Weltmärkten schlagen offenbar jetzt auf den Maschinen- und Anlagenbau durch." Vor allem Chinas Schwäche strahle auf andere wichtige Regionen aus.

Nach zwei Jahrzehnten zweistelliger Steigerungsraten wächst Chinas Wirtschaft stetig langsamer. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 7,4 Prozent - das war die geringste Zunahme seit 24 Jahren. Im laufenden Jahr werden offiziell "rund 7 Prozent" erwartet, doch wuchs die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal nur noch um 6,9 Prozent.

Deutschlands Maschinenbauer verbuchten im September dieses Jahres bei den Bestellungen insgesamt ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für die ersten neun Monate 2015 ergibt sich nach VDMA-Berechnungen ein Auftragsrückgang von einem Prozent.

Die Branche stellt sich auf Gegenwind auch für 2016 ein, wie Wiechers bekräftigte. Im Sommer hatte der VDMA die Produktionsprognose für 2015 von zwei Prozent kassiert. "Für das nächste Jahr prognostizieren wir eine Fortsetzung der Stagnation, also abermals null Prozent", erklärte Wiechers.

Noch laufe das Geschäft im Inland etwas besser als im Ausland. Zudem sei es den Unternehmen bislang gelungen, Rückgänge etwa in China durch Zuwächse in den klassischen Industriestaaten auszugleichen. Eine Stütze seien dabei die Euro-Nachbarländer.

dpa


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