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Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Notenbank wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung zum Jahresende stagnieren oder schrumpfen.

Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Notenbank wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung zum Jahresende stagnieren oder schrumpfen.© Boris Roessler

Bundesbank

Bundesbank erwartet Wachstumspause

Bundesbank und Finanzministerium stimmen Deutschland auf schwierigere Zeiten ein. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Notenbank wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung zum Jahresende stagnieren oder schrumpfen.

Frankfurt/Berlin. Auf ein spürbares Wachstum im dritten Vierteljahr könnte "eine Stagnation oder sogar ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal" folgen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht. Auch das Bundesfinanzministerium rechnet Ende 2012 mit einem Dämpfer.

Vor allem die sinkende Nachfrage nach deutschen Industriegütern wird der Bundesbank zufolge die Konjunktur bremsen. Zwar sei der massive Rückgang bei den Aufträgen aus dem Euro-Raum mittlerweile zum Stillstand gekommen. Doch der Nachfrageboom aus Länder außerhalb der EU flaue infolge globalen Konjunkturdelle ab.

Hinzu komme ein Sondereffekt. Im Juli und August sei die Industrieproduktion saisonbereinigt deutlich ausgeweitet worden, auch weil viele Autobauer die Produktion trotz der Ferien nicht unterbrachen. In den Herbstmonaten entfalle dieser Effekt. Einen Absturz der Konjunktur erwarten die Experten jedoch nicht. Gestützt werde die deutsche Wirtschaft weiterhin durch den Privatkonsum und den Wohnungsbau.

Auch nach Einschätzung der Bundesfinanzministeriums wird die deutsche Wirtschaft zum Jahresende erheblich an Fahrt verlieren. Im dritten Quartal bis Ende September sollte die Wirtschaftsleistung zwar erneut zugenommen haben. "Im Schlussquartal 2012 dürfte es in Deutschland jedoch zu einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung kommen", heißt es im aktuellen Monatsbericht des Ministeriums. Dämpfend wirke dabei vor allem die wirtschaftliche Schwäche in einigen Ländern des Euroraums.

Das Ministerium verwies auf die erst kürzlich vorgelegte Herbstprognose der Regierung, wonach von einer nur "moderaten gesamtwirtschaftlichen Aktivität" im bevorstehenden Winterhalbjahr ausgegangen werde. Im Verlauf des kommenden Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft aber allmählich wieder an Schwung gewinnen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung inzwischen ein Wachstum von 0,8 Prozent und für 2013 von 1,0 Prozent.

Die führenden deutschen Forschungsinstitute hatten in ihrem kürzlich vorgelegten Herbstgutachten ihre Prognose für 2013 auf 1,0 Prozent halbiert. Die Konjunktur werde erst im Verlauf des kommenden Jahres wieder leicht anziehen, sagten die Experten voraus.

dpa


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