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Mitarbeiter der Deutschen Post demonstrieren in Dortmund.

Mitarbeiter der Deutschen Post demonstrieren in Dortmund.© Caroline Seidel

Tarife

Briefträger verstärken Druck vor dritter Runde

Vor Beginn der dritten Tarifrunde bei der Deutschen Post an diesem Donnerstag (25.4.) in Neuss haben die Beschäftigten mit Warnstreiks den Druck auf das Unternehmen erhöht.

Bonn/Dortmund. In neun Bundesländern folgten 2200 Zusteller am Mittwoch dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen.

 In Nordrhein-Westfalen, einem Schwerpunkt des Ausstands, beteiligten sich nach Verdi-Angaben mehr als 1000 Beschäftigte. Warnstreiks gab es außerdem unter anderem in Hessen, Niedersachsen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

 Die Gewerkschaft möchte bei den Verhandlungen ein Ergebnis erzielen. Für diesen Freitag wurde bereits eine Sitzung der Tarifkommission ebenfalls in Neuss anberaumt. Die Arbeitsdirektorin der Deutschen Post, Angela Titzrath, zeigte sich zuversichtlich, bald zu einer Einigung zu kommen. "Wir hoffen, die sachliche und konstruktive Atmosphäre der vorangegangenen Runden wieder aufnehmen zu können", erklärte sie.

 Die Gewerkschaft fordert für die 132 000 Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Außerdem soll die Postzulage für die rund 43 000 Beamten neu geregelt werden. Die Post will ein Angebot vom Verhandlungsverlauf abhängig machen. "Die Chancen stehen aber gut", sagte ein Sprecher in Bonn.

 Zu einer zentralen Kundgebung kamen am Mittwoch in Dortmund rund 500 Zusteller aus NRW zusammen. Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland seien etwa 1,5 Millionen Briefe und 120 000 Pakete nicht oder nur verspätet zugestellt werden, schätzte die Gewerkschaft. Bereits am Dienstag hatten sich nach Verdi-Angaben 2000 Beschäftigte in fünf südlichen Bundesländern an Warnstreiks beteiligt. Seit Beginn der Warnstreiks vor einer Woche hätten sich bundesweit mehr als

10 000 Postbeschäftigte an befristeten Arbeitsniederlegungen beteiligt.

 Nach weiteren Angaben der Post blieben die Warnstreiks bislang ohne größere Auswirkungen. In den bestreikten Gebieten sei es lediglich zu Verzögerungen von höchstens einem Tage gekommen, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt waren von den Streikmaßnahmen seit der vergangenen Woche den Angaben zufolge 9,4 Millionen Briefsendungen betroffen. Das ist rund 2,5 Prozent der gesamten Menge, die die Post in diesem Zeitraum gewöhnlich befördert.

 Jetzt sei die Deutsche Post am Zug, sagte die Verhandlungsführerin von Verdi, Andrea Koscis, mit Blick auf die anstehende Tarifrunde. Im vergangenen Jahr hatte Verdi vier Prozent mehr Einkommen durchgesetzt. Verdi drohte mit weiteren Ausständen, falls der Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. "Die Beschäftigten erwarteten ein deutliches Plus im Portemonnaie", betonte Koscis.

dpa


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