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Börsenrally fortgesetzt - Beste Dax-Woche seit 2011

Mit einem wahren Kursfeuerwerk an den letzten beiden Tagen der Woche reagieren die Anleger darauf, dass die Notenbanken weltweit noch mehr billiges Geld in Aussicht stellen. Der Dax hat einen grandiosen Lauf am Freitag.

Frankfurt/Main. Die Aussicht auf massenhaft Notenbankgeld hat den deutschen Aktienmarkt erneut befeuert und dem Dax die beste Börsenwoche seit mehr als viereinhalb Jahren beschert.

Zusätzlich zum tags zuvor ausgesandten Signal der Europäischen Zentralbank, die geldpolitischen Zügel im Dezember womöglich weiter zu lockern, lieferte nun Chinas Notenbank neuen Treibstoff. Wegen der dortigen Konjunktursorgen wurden die Leitzinsen gesenkt.

Das deutsche Börsenbarometer schnellte letztlich um 2,88 Prozent auf 10 794,54 Punkte nach oben und erzielte einen Wochengewinn von 6,8 Prozent. Ein noch kräftigeres Plus hatte es im Dax zuletzt im Februar 2011 gegeben. Der Index der mittelgroßen Werte MDax rückte am Freitag um 2,59 Prozent auf 20 918,18 Zähler vor und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,97 Prozent auf 1820,52 Punkte.

Die Aktivitäten der Notenbanken setzten zudem den Kurs des Euro unter Druck, der seit Donnerstagmittag rund 3 Cent auf gut 1,10 US-Dollar einbüßte. Ein schwächerer Euro verleiht den Aktien hierzulande zusätzlichen Rückenwind, da er heimischen Firmen den Export erleichtern kann.

Unter den Einzelwerten zählten die Autoaktien angesichts des schwächeren Euro zu den größten Gewinnern im Dax. Die Papiere von Volkswagen, BMW und Daimler verteuerten sich jeweils um mehr als 3 Prozent. Im MDax zogen die Aktien des Flugzeugbauers Airbus ebenfalls angetrieben vom schwachen Euro um knapp 5 Prozent an.

Die Aktien von HeidelbergCement stiegen ebenfalls um knapp 5 Prozent. Der Zementhersteller muss sich für die geplante Übernahme des Wettbewerbers Italcementi weniger Geld leihen als ursprünglich gedacht.

Einziger Verlierer im deutschen Leitindex waren mit einem Minus von etwas weniger als 2 Prozent die Anteilsscheine des Dünger- und Salzproduzenten K+S. Einem Händler zufolge drückte die Sorge um schwächelnde Preise für Kalidünger auf die Stimmung. Die großen Verbraucher in China und Indien drängten wohl auf Preisabschläge.

Die Börsen legten auch europaweit und in den USA weiter zu: Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stieg um 2,17 Prozent auf 3425,81 Punkte. Ähnlich kräftig stieg der Pariser Leitindex. Die Gewinne an der Londoner Börse beliefen sich auf rund 1 Prozent und in den USA stieg der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,4 Prozent. Die Nasdaq-Indizes dagegen legten um die 2 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,43 Prozent auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 140,18 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,10 Prozent auf 157,43 Punkte. Der Kurs des Euro rutschte weiter ab. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1016 Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,1084 (Donnerstag: 1,1313) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9022 (0,8839) Euro.

dpa


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