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Lehman Brothers war im September 2008 wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt zusammengebrochen. Die Insolvenz gilt als Höhepunkt der Finanzkrise.

Lehman Brothers war im September 2008 wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt zusammengebrochen. Die Insolvenz gilt als Höhepunkt der Finanzkrise. © Frank Rumpenhorst

Banken

Bestimmte Lehman-Gläubiger sollen ihr ganzes Geld zurückbekommen

Die Gläubiger des europäischen Arms der untergegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers können auf eine vollständige Rückzahlung ihres Geldes hoffen. In den vergangenen sechs Monaten habe es eine Reihe juristischer Erfolge gegeben, teilte die als Verwalterin eingesetzte Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC am Montag in London mit.

London. t. Tony Lomas, Chef des Lehman-Verwalterteams bei PwC bezeichnete die Entwicklung als "signifikanten Meilenstein".

Während die Forderungen von anderen untergegangenen Lehman-Gesellschaften etwa in den USA, der Schweiz und Luxemburg abgestuft wurden, sei die Lehman Brothers International Europe (LBIE) in der Rangfolge nach oben geklettert.

Lehman Brothers war im September 2008 wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt zusammengebrochen, was als Höhepunkt der Finanzkrise gilt. Die Insolvenz gestaltet sich schwierig, weil diverse Tochtergesellschaft existieren, die wiederum Ansprüche untereinander und gegen die einstige Muttergesellschaft in den USA haben.

So hatten rund 50 000 deutsche Anleger Zertifikate von der niederländischen Lehman-Tochter erworben. Von den guten Nachrichten des Londoner Insolvenzverwalters haben sie damit nichts. Die Gläubiger des deutschen Zweigs Lehman Brothers Bankhaus AG dürfen momentan davon ausgehen, 80 Prozent ihrer Ansprüche ersetzt zu bekommen.

Es sei noch viel zu tun, bis es zur endgültigen Abwicklung kommen könne, sagte der Londoner Verwalter Lomas. "Aber wir gehen davon aus, dass wir in nächster Zukunft eine zweite, beachtliche Dividende an die Gläubiger auszahlen können, was uns unserem neuen Ziel einen weiteren Schritt näher bringen wird", sagte Lomas.

Seit dem Start des Abwicklungsprozesses seien bereits 13,6 Milliarden Pfund (15,95 Mrd Euro) an die Gläubiger ausgeschüttet worden. Durch juristische Einigungen in der Vergangenheit gebe es Anlass für Optimismus, noch in diesem Jahr weitere 9,1 Milliarden US-Dollar (6,97 Mrd Euro) auszahlen zu können.

Lehman-Gläubiger in Australien kommen dagegen schlechter weg - sie sollen nur 45 Prozent ihrer Einlagen zurückerhalten, dies aber auch nur dann, wenn sie ihre Klagen gegen Lehman zurücknehmen. Lehman Australien verfügt noch über Vermögenswerte in Höhe von 300 Millionen australische Dollars (240 Mio Euro). Sie sollen unter den Gläubigern aufgeteilt werden, zu denen auch 70 Gemeindeverwaltungen, Kirchen und Wohltätigkeitsorganisationen gehören.

dpa


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