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Industrie

Beiersdorf will kleine Marken beleben und baut Fabriken im Ausland

Nach einem guten ersten Halbjahr stehen beim "Nivea"-Konzern Beiersdorf neue Projekte auf der Tagesordnung. "Wir wollen unsere kleineren Marken in Deutschland wieder stärker nach vorn bringen", sagte Vorstandschef Stefan F.

Hamburg. Heidenreich.

Neben der Weltmarke "Nivea" und dem Klebstoffhersteller "Tesa" gehören auch "Labello", "8x4" und "Hydrofugal" zu dem Hamburger Konzern. Diese Marken hatte Beiersdorf kaum noch beworben. Insgesamt laufe das Geschäft in Deutschland sehr gut; die Umsätze seien deutlich angestiegen.

Die Geschäfte mit Russland haben durch die Krise bislang nicht gelitten. "Wir merken nicht, dass der Markt schwächelt; die Konsumenten sind davon nicht betroffen", sagte der Vorstandschef. Rund vier Prozent des Kosmetik-Umsatzes von Beiersdorf entfallen auf Russland. Wie die Entwicklung weitergehe, lasse sich kaum sagen. "Wir warten ab und müssen uns dann dem stellen, was immer da kommt."

Der starke Euro hat einen Großteil des Wachstums gekostet. Trotz Zuwächsen in Höhe von fünf Prozent legte der Erlös im ersten Halbjahr deshalb am Ende gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum nur um 0,2 Prozent auf 3,17 Milliarden Euro zu. Heidenreich äußerte sich dennoch zufrieden: Mit fünf Prozent plus sei Beiersdorf "best in class" und habe seine Marktanteile weiter ausgebaut.

In den Wachstumsmärkten baue der Konzern verstärkt Fabriken und Forschungseinrichtungen, um die lokalen Märkte besser zu bedienen. Ein Werk in Mexiko sei gerade in Betrieb gegangen, für ein weiteres in Indien sei der Grundstein gelegt. Allein in Mexiko würden so jährlich 250 Millionen Kosmetikprodukte hergestellt.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 4,3 Prozent auf 452 Millionen Euro gestiegen. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Experten leicht. Unter dem Strich verdiente Beiersdorf 309 Millionen Euro und damit gut acht Prozent mehr als vor einem Jahr.

Heidenreich bestätigte zudem die Prognose für 2014. Demnach soll der Umsatz ohne Zukäufe und Sondereffekte um 4 bis 6 Prozent steigen und Umsatzrendite leicht zulegen.

dpa


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