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Die Bayern LB will Schadenersatz von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone.

Die Bayern LB will Schadenersatz von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone.© Frank Leonhardt

Banken

BayernLB verlangt Millionen von Ecclestone

Die BayernLB verlangt nach dem Urteil gegen ihren früheren Vorstand Gerhard Gribkowsky mehr als 400 Millionen Dollar Schadenersatz von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone.

München. Ein Anspruchsschreiben an Ecclestone sei bereits herausgegangen, sagte ein Sprecher der BayernLB am Donnerstag in München und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag).

Gribkowsky war im Juni vor dem Landgericht München unter anderem wegen Bestechlichkeit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Manager hatte zugegeben, Ecclestone beim Verkauf der BayernLB-Anteile an der Formel 1 eine Provision in Höhe von 66 Millionen Dollar zugeschanzt zu haben, von der 44 Millionen Dollar heimlich wieder an ihn zurückgeflossen sind.

Dass sich die Bank diese 66 Millionen Dollar von Ecclestone zurückholen will, ist schon seit einigen Wochen bekannt. Nun gehen die Forderungen gegen den Milliardär aber weit darüber hinaus.

Grund ist eine neue Aussage von Gribkowsky. Der einstige Top-Manager soll der Staatsanwaltschaft vor kurzem erzählt haben, dass Ecclestone den Kaufpreis für die Formel 1-Beteiligung damals vorgegeben habe - sonst hätte er statt 840 Millionen Dollar rund 1,1 Milliarde Dollar für die BayernLB herausholen können. Diese Differenz von rund 350 Millionen Dollar will die Landesbank nach Informationen aus Branchenkreisen deshalb nun ebenfalls von Ecclestone haben. Die BayernLB äußerte sich nicht zu der Höhe ihrer Forderungen.

Ecclestone hatte den Bestechungsvorwurf von Anfang an zurückgewiesen und sich in seiner Zeugenaussage vor Gericht als Opfer einer Erpressung dargestellt. Gribkowsky habe ihm auf subtile Weise mit einer Anzeige bei den Steuerbehörden gedroht und ihm Angst gemacht - nur deshalb habe er ihm Millionen gezahlt. Für eine Stellungnahme zu den Forderungen der BayernLB war Ecclestones Anwalt am Donnerstag zunächst nicht erreichbar.

Dem Formel 1-Boss droht wegen des Formel 1-Deals mit Gribkowsky eine Anklage in Deutschland. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2011 wegen des Verdachts der Bestechung. Wann eine Entscheidung getroffen wird, steht aber noch nicht fest. Die Ermittlungen dauerten an, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Donnerstag. Die Behörde hat Ecclestone vor einiger Zeit ihre Ermittlungsergebnisse übermittelt und ihm die Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben. Inzwischen ist der Schriftsatz seiner Verteidiger in München eingegangen und wird derzeit geprüft.

Sollte es zu einem Prozess gegen Ecclestone kommen, würde dieser in München stattfinden. Ecclestone war vor knapp einem Jahr bereits dort als Zeuge vor Gericht, durfte danach aber wieder abfliegen. "Momentan gibt es keinen Haftbefehl", sagte Steinkraus-Koch. Auch da er mit den Behörden kooperiere, gebe es derzeit keinen Haftgrund.

dpa


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