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Die Kunststofftochter des Bayer-Konzerns Covestro muss bei ihrem geplanten Börsengang Federn lassen: Potenzielle Investoren zögern angesichts der eingetrübten Stimmung am Aktienmarkt mit einem Engagement.

Die Kunststofftochter des Bayer-Konzerns Covestro muss bei ihrem geplanten Börsengang Federn lassen: Potenzielle Investoren zögern angesichts der eingetrübten Stimmung am Aktienmarkt mit einem Engagement. © Oliver Berg/Archiv

Börsen

Bayer-Tochter Covestro dampft Börsengang ein

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Frankfurt/Main. Börsenkandidaten bekommen die Nervosität der Anleger zu spüren. Zwar schaffte der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 den Sprung aufs Parkett, die Bayer-Kunststoffsparte Covestro dampfte wegen der eingetrübten Stimmung am Aktienmarkt ihre Pläne dagegen erheblich ein.

Sie senkte nicht nur die Preisspanne der angebotenen Aktien drastisch, sondern auch das angestrebte Emissionsvolumen um eine Milliarde Euro. Zudem wurde die Angebotsfrist bis Freitag verlängert und der geplante Börsengang auf kommenden Dienstag verschoben. Covestro begründete das mit dem schwachen Börsenumfeld.

Scout24 gelang zumindest ein durchwachsenes Debüt. Die zu 30 Euro ausgegebenen Papiere des Internetportalanbieters starteten mit einem Kurs von 30,75 Euro. Bis zum frühen Nachmittag fielen sie jedoch unter den Ausgabepreis.

Insgesamt belief sich der Erlös auf 1,15 Milliarden Euro. "Wir sind sehr zufrieden mit dem positiven Feedback der Investoren", sagte Scout24-Vorstandschef Greg Ellis. Der Zeitpunkt sei richtig gewesen. Ein erster Versuch von Scout24 war im vergangenen Jahr gescheitert. Im Herbst 2014 hatte das Unternehmen seine Pläne wegen der schlechten Stimmung an den Märkten auf Eis gelegt.

Um zumindest das nicht zu erleben, machte Bayer mit seiner Tochter Covestro erhebliche Zugeständnisse. Statt ursprünglich geplanter 2,5 Milliarden Euro soll der Erlös nur noch bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Die Spanne für den Ausgabepreis wurde von 26,50 bis 35,50 Euro pro Aktie auf 21,50 bis 24,50 Euro gesenkt. Zudem sollen deutlich weniger Anteilsscheine platziert werden.

Damit reagiert Covestro auf die eingetrübte Stimmung der Anleger. Die Unsicherheit über das künftige Wirtschaftswachstum in China und die Zinspolitik der US-Notenbank ließen zuletzt die Nervosität unter Investoren wachsen. Zudem belastet die Krise bei Volkswagen. Ursprünglich sollte Covestro der größte Börsengang in Deutschland seit 15 Jahren werden.

Die Abspaltung des Kunststoffgeschäfts ist Teil eines großangelegten Umbaus bei Bayer. Der Dax-Konzern will sich künftig vor allem auf das Pharma- und Agrarchemiegeschäft konzentrieren. Die Kunststoffsparte Covestro beschäftigt mehr als 16 000 Mitarbeiter und stellt unter anderem Dämm-Material, Lacke, Beschichtungen, Klebstoffe und Matratzenschaum her.

dpa


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