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Bayer-Vorstandschef Werner Baumann: «Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon».

Bayer-Vorstandschef Werner Baumann: «Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon». © Oliver Berg/Archiv

Chemie

Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme wird "Marathon"

Vor zehn Tagen kündigte der neue Bayer-Chef die Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto an. Das Management lehnte die erste Offerte ab, zeigt sich aber gesprächsbereit. Gerüchte wachsen seitdem ins Kraut: Klappt die Übernahme, legt Bayer noch einmal drauf?

Leverkusen. Der Bayer-Konzern braucht nach Ansicht von Vorstandschef Werner Baumann für den milliardenschweren Erwerb des US-Agrarchemieriesen Monsanto einen langen Atem. "Die geplante Übernahme wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon".

Das sagte der Vorstandschef der Online-Ausgabe der "Wirtschaftswoche". Dabei vermutet der Manager, dass sich insbesondere die Abstimmungen mit Kartellbehörden hinziehen könnten. Das Bundeskartellamt äußerte sich bislang nicht zu den Plänen.

Bayer hatte vor gut einer Woche überraschend die Übernahme des Saatgut- und Pflanzenschutzspezialisten aus den USA angekündigt. Für den Erwerb bieten die Leverkusener einen Preis von 62 Milliarden US-Dollar (55 Mrd. Euro). Nachdem das Monsanto-Management die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird nun über einen Preisaufschlag spekuliert, der angeblich kurz bevorsteht.

Doch für Bayer wird Luft nach oben angesichts der zu bewegenden Finanzmassen dünner. Schließlich könnte der Erwerb Bayer am Ende das Drei- bis Viererfache der Schering-Übernahme vor zehn Jahren kosten. Mit 17 Milliarden Euro ist sie bis heute der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte.

Unterdessen verteidigte Baumann in der "Wirtschaftswoche" die Kaufofferte für Monsanto als die "richtige strategische Entscheidung" für den Leverkusener Dax-Konzern. Die erste Zurückweisung der Offerte wertete er angesichts der Gesprächsbereitschaft des Unternehmens als "konstruktive Ablehnung".

Der Erwerb des Unternehmens gilt aber nicht nur finanziellen Gründen als ein Wagnis. Auch wegen des schlechten Rufes von Monsanto sind die Übernahmepläne von Bayer in die Kritik geraten. Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Zulassung des umstrittenen Herbizids soll laut EU-Kommission nun doch aller Voraussicht über Juni hinaus um 12 bis 18 Monate verlängert werden. Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup.

dpa


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