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Die anhaltende Euro-Schuldenkrise lähmt den Verkauf von Autos in Deutschland immer mehr.

Die anhaltende Euro-Schuldenkrise lähmt den Verkauf von Autos in Deutschland immer mehr. © Ingo Wagner

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Autoabsatz in Deutschland kommt nicht in Fahrt

Der Autoabsatz in Deutschland kommt nicht richtig in Fahrt. Im Oktober zog die Zahl der Neuzulassungen zwar wieder leicht an, in den ersten zehn Monaten 2012 liegt der Wert aber mit einem Minus von 1,6 Prozent noch immer deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Bad Homburg. Im vergangenen Monat verkauften die Hersteller rund 260 000 Neuwagen oder ließen sie selbst zu - das waren 0,5 Prozent mehr als im Oktober 2011, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Freitag mitteilte.

Eine Trendwende markiert das Mini-Plus nach Einschätzung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) nicht: "So sehr wir uns über das leichte Plus im Oktober freuen - wir sollten das nicht überbewerten", betont VDA-Präsident Matthias Wissmann. Privatkunden seien wegen der anhaltenden Euro-Schuldenkrise verunsichert. "Wir spüren weiterhin eine Zurückhaltung auf dem Inlandsmarkt." Die Autobauer fahren deshalb vorsorglich ihre Produktion zurück. 446 100 Fahrzeuge liefen im Oktober laut VDA von den Bändern der deutschen Werke - 6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Absatz von Europas größtem Autobauer VW nahm mit einem Plus von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder Fahrt auf. Insgesamt 61 000 Fahrzeuge der Wolfsburger wurden laut KBA im Oktober in Deutschland zugelassen. Kräftiger legte bei den deutschen Herstellern nur die VW-Tochter Audi zu. Die Ingolstädter verkauften 24 300 Autos und damit 15,5 Prozent mehr als im Oktober 2011. Bei Opel setzt sich die Absatzkrise hingegen fort. Die Rüsselsheimer büßten im Oktober bei den Neuzulassungen 15,2 Prozent ein und liegen beim Marktanteil in Deutschland nur noch an fünfter Stelle.

Die Auslandsverkäufe der Branche schwächeln ebenso. Die Exporte der deutschen Autohersteller gingen im Oktober um 7 Prozent auf 336 900 Autos zurück. Ursache hierfür ist dem Herstellerverband zufolge vor allem der weiterhin schwache Markt in Westeuropa. Im bisherigen Jahresverlauf reduzierten sich die Exporte aus der Bundesrepublik um 2 Prozent auf rund 3,5 Millionen Autos. Der Auftragseingang aus dem Ausland liegt im laufenden Jahr laut VDA allerdings 6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den USA dämpfte Wirbelsturm "Sandy" die Erholung am Automarkt. Das Unwetter war in den letzten Tagen des Monats über die bevölkerungsreiche Ostküste hinweggezogen. Am Ende konnten die Hersteller aber noch 8 Prozent mehr Wagen absetzen als vor einem Jahr, insgesamt waren es nach Daten des Marktbeobachters Autodata 1,1 Millionen Stück. Überdurchschnittlich gut schnitt auch hier VW ab, auch Audi und BMW legten kräftig zu.

dpa


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