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Ein Mitarbeiter der Dürr AG montiert im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen einen Lackierroboter: Der deutsche Maschinenbau kann erneut ein Bestellplus verbuchen.

Ein Mitarbeiter der Dürr AG montiert im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen einen Lackierroboter: Der deutsche Maschinenbau kann erneut ein Bestellplus verbuchen. © Marijan Murat/Archiv

Maschinenbau

Auftragsplus im November macht Maschinenbauern etwas Hoffnung

Die Orderbücher der deutschen Maschinenbauer füllen sich langsam wieder. Nun gab es das zweite Bestellplus in Folge. Doch die Begeisterung in der Branche hält sich in Grenzen.

Frankfurt/Main. Ein Auftragsplus im November macht Deutschlands Maschinenbauern trotz anhaltender China-Sorgen etwas Hoffnung.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbuchten die Unternehmen preisbereinigt sechs Prozent mehr Bestellungen, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Als besonders erfreulich wertete die Schlüsselbranche, dass es Zuwächse sowohl im Inland (plus neun Prozent) als auch im zuletzt schwächelnden Auslandsgeschäft (plus vier Prozent) gab.

Allerdings dürfe man das zweite Bestellplus in Folge nicht überbewerten, mahnte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers: "Die Schwellenländer haben noch nicht wieder zur alten Performance zurückgefunden. Das gilt natürlich insbesondere für China. Wir warten auf den Aufschwung, aber wir müssen noch ein Stückchen warten."

Für den Zeitraum von Januar bis einschließlich November des vorigen Jahres sei ein Nullwachstum beim Auftragseingang zu verzeichnen. "Das Gleiche wird wohl auch für die Produktion so gelten", erklärte Wiechers. "Wir haben also kein Wachstum - und dies nicht nur im Jahr 2015, sondern schon seit vier Jahren in Folge."

Wegen der weltweit schleppenden Nachfrage nach Maschinen und Anlagen hat sich die Branche bereits auf ein weiteres Jahr ohne reale Zuwächse eingestellt. "Auch in das Jahr 2016 gehen wir eher verhalten rein", bekräftigte der VDMA-Chefvolkswirt.

Die Schwäche wichtiger Märkte wie China bremst die extrem exportorientierten Maschinen- und Anlagenhersteller erheblich, denn das Riesenreich ist ein gewaltiger Absatzmarkt für Waren "made in Germany". Doch die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sind vorbei. Die jüngsten Börsenturbulenzen in China verstärkten die Unsicherheit noch.

dpa


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