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Wachstumstreiber im VW-Konzern war vor allem die Oberklasse-Tochter Audi mit einem Plus von 6,7 Prozent im Mai.

Wachstumstreiber im VW-Konzern war vor allem die Oberklasse-Tochter Audi mit einem Plus von 6,7 Prozent im Mai. © Armin Weigel/Archivbild

Auto

Audi treibt VW-Konzernabsatz

Die Absatzlage beim VW-Konzern ist weiter höchst unterschiedlich, was einzelne Märkte und Marken betrifft. Bei der Hauptmarke sackten die Verkäufe im Mai immerhin nicht noch mehr ab. Für das Wachstum aber sorgen andere.

Wolfsburg. Beim Autokonzern Volkswagen hat die ertragsschwache Kernmarke im Mai ihre Talfahrt beim Absatz gebremst. Die weltweiten Auslieferungen von Neuwagen der Marke VW mit Modellen wie dem Golf und dem Passat sanken zwar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent auf 495 900 Autos.

Im April hatte das Minus allerdings noch 3,9 Prozent betragen, wie das Unternehmen mitteilte. In den ersten fünf Monaten zusammen lagen die Verkäufe der Marke mit dem VW-Logo mit rund 2,43 Fahrzeugen aber immer noch um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Wachstumstreiber war vor allem die Oberklasse-Tochter Audi mit einem Plus von 6,7 Prozent im Mai, daneben steigerte etwa auch die tschechische Tochter Skoda ihren Absatz. Auch über den gesamten VW-Konzern hinweggesehen, gab es Zuwächse vor allem in China, daneben in Westeuropa.

Die Kernmarke muss die Hauptlasten des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen tragen und Millionen von Autos in die Werkstätten rufen. Bereits vor dem Skandal allerdings hatte das VW-Management angekündigt, die Marke mit den weitaus meisten Beschäftigten im Konzern müsse profitabler werden. Dies hatte VW-Konzernchef Matthias Müller bei der Vorstellung der neuen Konzernstrategie am Donnerstag bekräftigt.

Als Stütze erwies sich im Mai wieder einmal das China-Geschäft. Dagegen brach der Markenabsatz in den USA weiter ein. Dort hatte VW den Verkauf von Dieselfahrzeugen nach dem Abgas-Skandal gestoppt. Auch in Brasilien gingen die Verkäufe angesichts der dortigen Wirtschaftskrise erneut massiv zurück. Auf dem deutschen Heimatmarkt gab es ebenfalls Einbußen.

Konzernweit legte der Absatz im Mai allerdings zu, und zwar um 1,6 Prozent auf 871 500 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn steigerte Europas größter Autokonzern seine Auslieferungen um 0,8 Prozent auf rund 4,23 Millionen Fahrzeuge.

dpa


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