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Arbeitslose in Griechenland, wo die Erwerbslosigkeit besonders hoch ist. Foto: Orestis Panagiotou

Arbeitslose in Griechenland, wo die Erwerbslosigkeit besonders hoch ist. Foto: Orestis Panagiotou

EU

Arbeitslosenquote der Eurozone doppelt so hoch wie in Deutschland

In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit Juli 2011 nicht mehr. Doch ist das Niveau nach wie vor sehr hoch - auch im internationalen Vergleich.

Luxemburg. Trotz guter Werte in Deutschland und eines positiven Trends bleibt die Arbeitslosigkeit im Euroraum insgesamt hoch. Im Juli lag sie bei 10,1 Prozent und damit auf dem gleichen Stand wie im Juni, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.

Für die 19 Länder der Währungsunion ist das die niedrigste Quote seit Juli 2011. Im internationalen Vergleich schneidet die Eurozone aber schwach ab: Die Arbeitslosenquote in den USA lag laut Eurostat im Juli bei 4,9 Prozent, nach 5,3 Prozent ein Jahr zuvor.

Immerhin fällt der Jahresvergleich für die Eurozone ebenfalls positiv aus. Im Juli 2015 hatte die Quote noch bei 10,8 Prozent gelegen. Jetzt waren 1,03 Millionen Menschen weniger arbeitslos registriert als noch ein Jahr zuvor. Allerdings waren insgesamt immer noch 16,3 Millionen Menschen in der Eurozone ohne Job.

Für die gesamte EU mit ihren 28 Mitgliedstaaten ermittelte Eurostat für den Juli eine Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent, im Vergleich zu 9,4 Prozent ein Jahr zuvor. Die Gesamtzahl für die EU lag bei 21,06 Millionen Arbeitslosen.

Malta, Tschechien und Deutschland hatten die niedrigsten Quoten. So errechnete Eurostat für die Bundesrepublik 4,2 Prozent für Juli. Die Bundesagentur für Arbeit hatte für den Monat einen Wert von 6,0 Prozent errechnet, allerdings unterscheiden sich die Methoden der Nürnberger und der Luxemburger Statistiker.

Die EU-weit höchsten Werte hatten zuletzt Griechenland mit 23,5 Prozent - die jüngste Zahl stammt allerdings laut Eurostat aus dem Mai - und Spanien mit 19,6 Prozent. In 24 der 28 Staaten fiel die Quote binnen Jahresfrist, in Estland, Österreich und Belgien ging sie hingegen leicht nach oben.

dpa


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