Navigation:
Eine Airline müsse ihren Passagieren auch dann Schadenersatz zahlen, wenn der Flug wegen unerwarteter technischer Probleme annulliert werde.

Eine Airline müsse ihren Passagieren auch dann Schadenersatz zahlen, wenn der Flug wegen unerwarteter technischer Probleme annulliert werde. © Fredrik von Erichsen

EU

Airline muss bei technischen Problemen Entschädigung zahlen

Ist der Flug verspätet, hat ein Passagier Anspruch auf Entschädigung. Aber gilt das auch, wenn unerwartet ein technisches Problem auftritt? Ja, urteilt der Europäische Gerichtshof. Eine Airline müsse mit solchen Problemen klar kommen.

Luxemburg. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat erneut die Rechte von Fluggästen gestärkt. Eine Airline müsse ihren Passagieren auch dann Schadenersatz zahlen, wenn der Flug wegen unerwarteter technischer Probleme annulliert werde.

Das urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag (C-257/14). Ausnahmen seien nur bei außergewöhnlichen Umständen erlaubt, etwa wenn es um versteckte Fabrikationsfehler, Sabotageakte oder terroristische Handlungen gehe.

Eine Frau hatte gegen die niederländische Fluggesellschaft KLM geklagt und 600 Euro Entschädigung verlangt. Ihr Flug von Quito in Ecuador nach Amsterdam hatte 29 Stunden Verspätung, doch KLM verweigerte einen Schadenersatz. Die Fluggesellschaft argumentierte, die Verspätung resultierte aus einem Mangel am Kraftstofffilter eines Motors. Dies sei vorher bei der Wartung nicht zu erkennen und auch nicht abzusehen gewesen. Ersatzteile hätten per Flugzeug aus Amsterdam geliefert werden müssen, um sie einzubauen.

Die Richter sahen das anders. Es sei normal, dass Fluggesellschaften mit solcher Art von unvorhergesehenen technischen Problemen klar kommen müssten. "Folglich kann ein technisches Problem wie das in Rede stehende nicht unter den Begriff "außergewöhnlicher Umstand" fallen", schrieben die Richter. Die Airline könne im Übrigen den Hersteller für defekte Teile in Regress nehmen. Laut EU-Verordnung haben Fluggäste bei Verspätungen einen Anspruch auf 250 bis 600 Euro.

Schon mehrfach hat der Gerichtshof sich hinter Passagiere gestellt. So urteilten die Richter 2012, dass Airlines schon bei einer Flugverspätung von mehr als drei Stunden ihre Passagiere entschädigen müssen.

dpa


Anzeige
DAX
Chart
DAX 12.040,00 +1,14%
TecDAX 1.978,75 +1,29%
EUR/USD 1,0784 -0,09%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LUFTHANSA 15,05 +3,11%
RWE ST 14,88 +2,75%
LINDE 153,00 +2,06%
DT. BANK 15,68 -0,60%
VOLKSWAGEN VZ 136,37 -0,43%
Henkel VZ 119,15 -0,16%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,01%
Structured Solutio AF 134,95%
First State Invest AF 102,66%
Morgan Stanley Inv AF 101,23%
Fidelity Funds Glo AF 99,58%

mehr