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Air Berlin befindet sich unter anderem wegen den Folgen der Wirtschaftsflaute, der deutschen Flugsteuer und steigender Kerosinpreise in schweren Turbulenzen.

Air Berlin befindet sich unter anderem wegen den Folgen der Wirtschaftsflaute, der deutschen Flugsteuer und steigender Kerosinpreise in schweren Turbulenzen. © Daniel Reinhardt/

Luftverkehr

Air Berlin zückt erneut den Rotstift

Air Berlin schnallt den Gürtel noch enger: Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft reagiert mit einem verschärften Sparkurs auf die schwierige Lage der europäischen Luftfahrtbranche.

Berlin. Das Maßnahmenpaket "Turbine 2013" greife kurzfristig und sei zeitlich befristet, sagte eine Sprecherin der Airline am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Die Höhe der Einsparungen oder eventuelle Stellenstreichungen nannte sie nicht. Damit tritt die gebeutelte Fluggesellschaft noch stärker auf die Kostenbremse.

Air Berlin steckt unter anderem wegen der Folgen der Wirtschaftsflaute, der deutschen Flugsteuer und steigender Kerosinpreise in schweren Turbulenzen. Zwar waren im vergangenen Jahr so viele Menschen wie nie in die rot-weißen Maschinen gestiegen. Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert - der Verlust aber auch: 272 Millionen Euro. Den letzten Nettogewinn gab es 2007.

Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn versucht seit seinem Amtsantritt im Sommer 2011, das Unternehmen nach jahrelangen Verlusten gesundzuschrumpfen. Allein das Sparprogramm "Shape & Size" soll die Kosten um einen dreistelligen Millionenbetrag reduzieren - schon im Jahr 2012 um 230 Millionen Euro. Unrentable Strecken fallen weg, die Flotte schrumpft von 170 auf 152 Flieger. Allein Hamburg verliert im Winter jeden fünften Flug.

Das Programm gehe schneller voran als gedacht und werde planmäßig fortgeführt, sagte die Air-Berlin-Sprecherin. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen 50 Millionen Euro statt geplanter 45 Millionen eingespart. 2013 wolle die Airline beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern wieder Gewinn machen, hieß es im August.

Im ersten Quartal 2012 hatte sich der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) dank erster Sparerfolge immerhin um neun Prozent auf 29 Millionen Euro verringert. Trotzdem landete das Unternehmen wieder in den roten Zahlen. Das Minus wuchs um 51 Prozent auf 66 Millionen Euro. Die Zahlen für das dritte Quartal werden im November erwartet. Sorgen bereiten der Airline derzeit, dass sie in Berlin wegen der Probleme rund um den neuen Hauptstadt-Flughafen weiter auf den alten Flughafen Tegel angewiesen ist, der bald aus allen Nähten platzt.

Hoffnungen setzt das Unternehmen weiter auf die Allianz mit dem arabischen Großaktionär Etihad und die vor kurzem angekündigte Partnerschaft mit Lufthansa-Konkurrent Air France/KLM. Etihad hält knapp 30 Prozent an Air Berlin und hatte sie mit einem Großkredit vor dem Kollaps bewahrt. Von der 255-Millionen-Dollar-Kreditlinie waren allerdings im Sommer bereits 200 Millionen Dollar ausgeschöpft.

dpa


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