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Stolzgeschwellte Brust: Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei der Eröffnung des in nur einem Jahr gebauten erweiterten Suezkanals. Foto: Office Of The Egyptian President

Stolzgeschwellte Brust: Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei der Eröffnung des in nur einem Jahr gebauten erweiterten Suezkanals. Foto: Office Of The Egyptian President

Verkehr

Ägypten eröffnet erweiterten Suezkanal und hofft auf Devisen

Kairo (dpa) - Nach einjähriger Bauzeit hat Ägypten mit einer großen Militärschau den erweiterten Suezkanal eröffnet. Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache in der Stadt Ismailija: "Das ägyptische Volk hat bewiesen, dass es in der Lage ist, Geschichte zu schreiben.

"

Den größtenteils national durch den Kauf von Anteilen finanzierten Ausbau nannte er "Ägyptens Geschenk an die Welt". Das Projekt hat umgerechnet mehr als sieben Milliarden Euro gekostet. Das Nil-Land erhofft sich davon einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Zu Beginn der Feierlichkeiten durchfuhr al-Sisi mit der historischen Yacht "El-Mahrusa" die Wasserstraße. Die "El-Mahrusa" - auf Deutsch: "Die Geschützte" und zugleich ein Spitzname für Ägypten - war bereits vor 146 Jahren das erste Schiff, das den damals neuen Kanal einweihte. Kampfjets überflogen zudem in Formationen die Region.

An den Feierlichkeiten nahmen viele internationale Gäste wie Frankreichs Präsident François Hollande teil. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel reiste dafür nach Ägypten. "Die Erweiterung des Suezkanals ist eine beeindruckende Ingenieursleistung, die auch dank der Beteiligung und des Know-hows deutscher Unternehmen in Rekordzeit gelungen ist", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er verbinde mit dem Vorhaben die Hoffnung auf Aufschwung und Stabilität in Ägypten. In dem Land gibt es seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor zwei Jahren immer wieder Terroranschläge.

Die für den Welthandel bedeutende Wasserstraße war innerhalb eines Jahres - ursprünglich waren drei Jahre geplant - an einigen Stellen verbreitert und auf einer 72 Kilometer langen neuen Passage zweispurig ausgebaut worden. Mittelfristig soll so die Durchfahrt doppelt so vieler Schiffe ermöglicht werden. Konkret hofft die Kanalbehörde wegen verringerter Wartezeiten, ihren durch Transitgebühren erwirtschafteten Jahresertrag von derzeit 5,3 Milliarden US-Dollar (4,4 Mrd Euro) bis 2023 auf 13,2 Milliarden US-Dollar zu erhöhen.

Experten haben Zweifel an solchen Prognosen. Die Passierzahlen des Kanals hingen nicht nur von Kapazität und geringeren Wartezeiten ab, sondern auch von Faktoren wie der globalen Wirtschaftsentwicklung oder den Gebühren für die Durchfahrt.

Der Suezkanal, 1869 erstmals eröffnet und seitdem immer weiter ausgebaut, ist eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes. Er verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist die kürzeste Strecke auf dem Seeweg von Asien nach Europa. Er verringert die Route verglichen mit der ums Kap der Guten Hoffnung an der afrikanischen Südspitze um mehrere Tausend Kilometer.

dpa


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