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Wirtschaft Uber-Wagen fuhr mit abgeschalteter Notbremse
Nachrichten Wirtschaft Uber-Wagen fuhr mit abgeschalteter Notbremse
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07:24 25.05.2018
Wenn die Wagen von Uber im Selbstfahrmodus unterwegs seien, würden die Notfallbremsen deaktiviert, um sprunghaftes Fahrverhalten zu vermeiden, schrieb die Behörde. Quelle: dpa
Detroit

Bei einem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber in Arizona war das Notbremssystem deaktiviert. Die US-Verkehrsbehörde erklärte am Donnerstag in einem Zwischenbericht, die Sensoren des Wagens hätten die Fußgängerin etwa sechs Sekunden vor dem Aufprall registriert. Der Wagen habe aber nicht gebremst, weil das System abgeschaltet worden sei.

Wenn die Wagen von Uber im Selbstfahrmodus unterwegs seien, würden die Notfallbremsen deaktiviert, um sprunghaftes Fahrverhalten zu vermeiden, schrieb die Behörde. Stattdessen setze Uber darauf, dass der menschliche Fahrer in Notfallsituationen eingreife. Das System weist den Fahrer aber nicht auf solche Situationen hin.

Das Unfallopfer hatte Mitte März in einem Vorort von Phoenix im Dunkeln die Straße überquert und war von einem Uber-Geländewagen erfasst worden. Das Auto war im Selbstfahrmodus. Hinter dem Steuer saß zwar eine Fahrerin, doch wirkte es auf Videobildern der Polizei, als ob sie kurz vor dem Zusammenstoß nach unten schaute. Arizonas Gouverneur Doug Doucey hatte danach die Lizenz für selbstfahrende Uber-Autos vorerst ausgesetzt. Uber teilte am Mittwoch mit, es setze keine selbstfahrenden Autos mehr in Arizona ein.

In dem Bericht hieß es, die Straße sei zum Zeitpunkt des Unfalls nicht beleuchtet gewesen. Die Frau sei dunkel gekleidet gewesen und habe ein Fahrrad ohne seitliche Reflektoren geschoben. In ihrem Blut seien Drogen gefunden worden. Die Verkehrsbehörde wies daraufhin, dass aus dem Zwischenbericht noch keine Schlüsse gezogen werden könnten.

Von dpa/RND

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