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Nachrichten Wirtschaft So viel kostet eine Arbeitsstunde in Deutschland
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11:47 16.05.2018
Eine Arbeitsstunde in der Industrie kostet durchschnittlich 40,20 Euro – deutlich mehr als im Dienstleistungsbereich. Quelle: dpa
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Wiesbaden

Eine Arbeitsstunde ist in Deutschland deutlich teurer als im europäischen Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, lag der Wert im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 34,50 Euro. Das waren 31 Prozent mehr als der EU-Schnitt von 26,30 Euro. Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen.

Deutschland belegt innerhalb der Europäischen Union (EU) damit Rang sechs. Die höchsten Arbeitskosten je Stunde hatte Dänemark mit 43,60 Euro, danach folgten Schweden (41,70 Euro), Belgien (41,70 Euro), Luxemburg (37,30 Euro) und Frankreich (36,80 Euro). Bulgarien hatte mit 4,90 Euro die niedrigsten Kosten pro Arbeitsstunde.

Die Studie unterscheidet außerdem Arbeitsplätze in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Dabei zeigt sich, dass Arbeitnehmer in der Industrie deutlich mehr verdienen: Eine Arbeitsstunde kostet hier durchschnittlich 40,20 Euro. Das waren 49 Prozent mehr als im EU-Schnitt und Rang vier im Europa-Vergleich. Im Dienstleistungsbereich ist die Arbeitsstunde dagegen mit 31,50 Euro deutlich weniger Wert.

Bei den Lohnnebenkosten werden Arbeitgeber in Deutschland weniger belastet als im EU-Schnitt. Auf 100 Euro Bruttoverdienst zahlten die Unternehmen in der Privatwirtschaft im vergangenen Jahr zusätzlich 28 Euro Lohnnebenkosten. Der EU-Schnitt lag bei 31 Euro. Auf 100 Euro Lohn wurden in Schweden (49 Euro), Frankreich (46 Euro) und Belgien (43 Euro) die höchsten Lohnnebenkosten gezahlt, in Malta (9 Euro) die niedrigsten.

Von dpa/RND/ang

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