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Allianz

Schäden durch Hochwasser teurer als durch Sturm

Unwetter ist nicht gleich Unwetter: Wasser richtet nach einer Analyse des Versicherungskonzerns Allianz besonders schwere Schäden an – auch wenn deutlich weniger Schadensfälle durch Überflutungen gemeldet werden als durch Stürme.

München. Wasser ist offensichtlich zerstörerischer als Wind: Hochwasserschäden kommen zwar wesentlich seltener vor als Sturmschäden, sind im Schnitt aber sehr viel teurer, wie die Allianz Deutschland am Donnerstag berichtete. Die Kunden der größten deutschen Versicherung meldeten bundesweit 2016 über 252.000 Sturm- und Hagelschäden. Dem gegenüber steht eine vergleichsweise geringe Zahl von 16.700 Überschwemmungs- und Starkregenmeldungen.

Doch dafür ist die Beseitigung eines Hochwasserschadens im Schnitt sehr viel aufwändiger: fast 6600 Euro, mehr als das Vierfache des durchschnittlichen Sturmschadens von gut 1600 Euro. „Hochwasserschäden sind besonders teuer“, sagte Vorstandsmitglied Mathias Scheuber.

Besonders deutlich war das in Bayern zu beobachten: Weniger Unwetter verursachten höhere Kosten. Die Zahl der Schadensmeldungen an die Allianz im Freistaat ging zwar um 45 Prozent auf 31.800 zurück. Doch die Kosten stiegen um 17 Prozent auf 85,6 Millionen Euro. Davon entfiel gut die Hälfte auf Hochwasserschäden, bedingt unter anderem durch die Verwüstungen in Simbach am Inn am 1. Juni vergangenen Jahres.

Etwa 60 Prozent nicht gegen Überschwemmungsschäden versichert

Das machte sich auch bundesweit bemerkbar. 2016 war ein weit weniger stürmisches Jahr als 2015: Die Zahl der bei der Allianz gemeldeten Unwetterschäden sank um die Hälfte auf 152.000. Doch da wegen der zerstörerischen Fluten im Sommer 2016 der durchschnittliche Schadensfall teurer kam, fiel der Rückgang der Kosten wesentlich geringer aus: Die Versicherung zahlte 297 Millionen Euro an ihre Kunden, knapp 80 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.

Allerdings sind nach den Daten des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) etwa 60 Prozent der Gebäude in Deutschland nicht gegen Überschwemmungsschäden durch Starkregen versichert. „Der Preis wird überschätzt und das Risiko unterschätzt“, sagte Allianz-Manager Scheuber dazu. 2017 ist bisher laut Allianz in Sachen Elementarschäden ein unterdurchschnittliches Jahr in Deutschland.

Von RND/dpa


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