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Hurrikan Sandy hat den Süden Manhattens schlimm erwischt und für massenhaft Stromausfälle gesorgt. In der Gegend befindet sich auch die New Yorker Börse.

Hurrikan Sandy hat den Süden Manhattens schlimm erwischt und für massenhaft Stromausfälle gesorgt. In der Gegend befindet sich auch die New Yorker Börse. © Justin Lane

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"Sandy"-Schäden auf bis zu 20 Milliarden Dollar geschätzt

Der Wirbelsturm "Sandy" hat an der Ostküste der USA nach Expertenschätzung Schäden zwischen 10 und 20 Milliarden US-Dollar angerichtet. Die Hälfte davon dürfte versichert sein, teilte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat in der Nacht zum Dienstag in Oakland mit.

Oakland/München. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re rechnet damit, dass vor allem die Überflutungen teuer werden. Private Wohngebäude seien dabei größtenteils über einen staatlichen Pool abgesichert, bei Industrie und Gewerbe dagegen müssten in der Regel private Versicherer geradestehen.

Die Munich Re kassiert mehr als die Hälfte ihrer Naturkatastrophen-Prämien in den USA und ist vor allem in der Hurrikan-Versicherung stark engagiert. Es werde aber Tage oder sogar Wochen dauern, bis die Schäden von "Sandy" abzuschätzen seien, erklärte die Munich Re.

Commerzbank-Analyst Roland Pfänder erklärte, bei einem Versicherungsschaden von 5 Milliarden Dollar könnte die Munich Re mit 250 Millionen Dollar vor Steuern belastet werden. Die Gewinnprognose des Unternehmens sei damit nicht in Gefahr. Auch JPMorgan-Analyst Michael Huttner sieht die Schätzung für die versicherten Schäden auf Augenhöhe mit denen des Hurrikans "Irene" 2011.

"Irene" war im August 2011 über New York nach Kanada gezogen, hatte nach einer Aufstellung der Muinich Re mehrere tausend Häuser beschädigt, Städte überschwemmt, Brücken und Straßen zerstört und acht Millionen Menschen von Elektrizität abgeschnitten. Auch "Irene" war mit einer Flut in New York zusammengetroffen. Der Schaden hatte damals 10 Milliarden Dollar betragen, die Munich Re hatte knapp 200 Millionen Euro zahlen müssen.

Die Hurrikane "Ike" und "Gustav", die im Sommer 2008 über Texas und Louisiana gezogen waren, hatten Schäden für 43 Milliarden Dollar angerichtet - die Munich Re war mit 560 Millionen Euro dabei, die Hannover Rück mit 250 Millionen Euro. Zu "Sandy"-Folgen sagte eine Hannover-Re-Sprecherin am Dienstag: "Für eine Schadeneinschätzung ist es noch zu früh."

Frühere Hurrikanschäden ließen sich aber nicht einfach zum Maßstab nehmen, um die Schäden von "Sandy" hochzurechnen, sagte ein Munich-Re-Sprecher. Je nach Verteilung von Sturm- und Wasserschäden, Industrie- und Privatgebäudeschäden oder den Auswirkungen auf ein besonders teures Objekt könnten die Zahlen ganz anders sein. "Man muss sich das im Detail anschauen", sagte er.

Die Aktien der Munich Re und Hannover Rück legten nach den Vortagesverlusten am Dienstag an der Börse wieder zu. Positiv dürfte sich dabei auch die trotz "Sandy" erhöhte Gewinnprognose der Allianz nach einem starken dritten Quartal ausgewirkt haben. Die internationalen Finanzmärkte reagierten mit Aufmerksamkeit, aber insgesamt gelassen auf die Hurrikan-Folgen in den USA. Die wichtigsten US-Börsen blieben auch am Dienstag geschlossen.

dpa


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