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Das dänische Fernsehen berichtet über heftige Sparmaßnahmen bei SAS.

Das dänische Fernsehen berichtet über heftige Sparmaßnahmen bei SAS.© Johan Nilsson / Scanpix

Luftverkehr

SAS setzt auf radikalen Sparplan

Mit drastischen Einschnitten beim Personal, dem Verkauf von Konzernaktivitäten und frischen Krediten will die schwer angeschlagene Fluggesellschaft SAS das drohende Aus abwenden.

Stockholm. "Dies ist unsere letzte Chance".

Das sagte Vorstandschef Rickard Gustafson am Montag in Stockholm bei der Vorstellung des radikalen Sparplanes gegen die seit Jahren chronischen Verluste sowie immer akutere Liquiditätsprobleme.

Das teilstaatlich in Dänemark, Norwegen und Schweden betriebene Unternehmen will den gut 15 000 Beschäftigten Einkommenssenkungen von 15 bis 17 Prozent sowie Verminderungen ihrer Pensionsansprüche abverlangen. Umgehend sollen 800 Verwaltungsstellen gestrichen werden.

Längerfristig erwartet SAS nach den Angaben Gustafsons, dass die Zahl der Beschäftigten durch Verkäufe und andere Maßnahmen von 15 000 auf 9000 sinkt. Er sagte zu den geplanten Einkommensminderungen: "Die Existenz unseres Unternehmens hängt davon ab, dass wir in absehbarer Zeit entsprechende Tarifverträge vereinbaren."

Die Einschnitte beim Personal und die erhofften Verkäufe sollen jeweils drei Milliarden schwedische Kronen (350 Mio Euro) pro Jahr als Kostenerleichterung in die Kasse bringen. Den akuten Kapitalbedarf sollen Bankkredite über 3,5 Milliarden Kronen decken. Garantien dafür haben erneut die Staatskassen der drei skandinavischen Länder sowie die schwedische Finanzgruppe Wallenberg als wichtiger privater SAS-Eigner übernommen.

Das dritte Quartal brachte dem Unternehmen einen Nettogewinn von 434 Millionen Kronen. Der Umsatz stieg gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 10,6 auf 11,1 Milliarden Kronen. SAS hat in den letzten Jahren zunehmend Boden gegen die neue regionale Billig-Fluggesellschaft Norwegian verloren. Das Traditionsunternehmen wurde immer wieder als Kandidat für eine Übernahme durch die Lufthansa oder einen anderen europäischen Branchenführer genannt.

dpa


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