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Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands.

Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands. © Christian Charisius/Archiv

Verkehr

Rückschlag für Hamburger Hafen im Russlandverkehr

Ein Einbruch im Containerverkehr mit Russland hat den Hamburger Hafen im ersten Quartal gebremst. Zwar lag der Gesamtumschlag mit 35,6 Millionen Tonnen (plus 0,1 Prozent) auf Vorjahresniveau.

Hamburg. Jedoch war der Containerumschlag mit 2,3 Millionen Standardboxen (TEU) rückläufig (Vorjahr: 2,4 Mio).

Das geht aus den in Hamburg vorgelegten Statistiken hervor. Zwischen Hamburg und russischen Ostseehäfen wurden 109 000 TEU transportiert, fast 35 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Das erhoffte Rekordergebnis von 10 Millionen TEU in diesem Jahr im Containerumschlag werde wahrscheinlich nicht erreicht werden können, sagte der Marketing-Vorstand des Hafens, Ingo Egloff. Allerdings seien die Quartalsergebnisse mit Zurückhaltung zu beurteilen. "Der Containerumschlag hat wieder angezogen." Im gesamten Güterumschlag sei noch Wachstum drin.

Nach einem Ende der Sanktionen gegen Russland und einer Erholung der dortigen Wirtschaft erwartet der Hamburger Hafen, dass das Land im Warenverkehr mit der Hansestadt wieder eine wichtige Rolle spielen wird. Trotz der Konkurrenz durch China werde Deutschland dort weiterhin Chancen haben. Schließlich hätten auch chinesische Anbieter ihren Preis, sagte Egloff. Ein traditioneller Hafenabend der Hansestadt in St. Petersburg werde im September erneut stattfinden.

Vor allem der Massengutumschlag brachte dem Hamburger Hafen im ersten Quartal Schub - mit einem Zuwachs von 12,3 Prozent auf knapp 12 Millionen Tonnen. Auffällig waren ein starkes Plus beim Getreideexport sowie beim Kohleimport. Ebenso war der Abtransport der Warencontainer per Bahn, Lkw oder Binnenschiff aus dem Hafen zu den Abnehmern im Hinterland ein Wachstumsfeld. Er wies ein Plus von 7,3 Prozent auf 1,5 Millionen TEU aus. "Wir wachsen in wertschöpfungsträchtigen Teilen des Umschlags", sagte Vorstandsmitglied Axel Mattern.

Zwar führten die Hafenmanager den Gesamtrückgang im Umschlag mit Ostsee-Anrainern vor allem auf das Russland-Geschäft zurück. Sie räumten aber auch ein, dass Feeder-Verkehre (Zubringerschiffe) nach Rotterdam abgewandert seien. Derzeit rangiere Hamburg hinter dem größten europäischen Hafen sowie hinter Antwerpen (Belgien) auf Rang drei.

dpa


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