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Wirtschaft Puma drückt nach Gewinneinbruch auf die Kostenbremse
Nachrichten Wirtschaft Puma drückt nach Gewinneinbruch auf die Kostenbremse
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14:25 26.07.2012
Schuhe des Sportartikelherstellers Puma in einem Geschäft. Quelle: Daniel Karmann / Archiv
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Herzogenaurach

Das erläuterte der Vorstandsvorsitzende Franz Koch am Donnerstag in Herzogenaurach. Auch im ersten Quartal hatte Puma bereits geschwächelt. Das Management will nun den Umfang des bereits laufenden Transformationsprogramms deutlich erweitern, um nachhaltiges und profitables Wachstum sicherzustellen. Die Börse goutierte die Pläne: Die Aktie drehte bis zum Mittag um knapp fünf Prozent ins Plus.

Der Umsatz des weltweit drittgrößten Sportartikelherstellers war im ersten Halbjahr um 8,8 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro gestiegen. Im zweiten Quartal legten die Erlöse auch dank der Fußball-EM um 11,8 Prozent auf 752,9 Millionen Euro zu. Doch Puma hatte sich mehr erhofft - vor allem in Europa waren die Kunden zurückhaltend, nur in Deutschland und Spanien lief das Geschäft gut. Der Konzerngewinn sank daraufhin zwischen April und Juli um 29,2 Prozent auf 26,7 Millionen. Im Halbjahr ging der Überschuss um 12,8 Prozent auf 100,6 Millionen Euro zurück. Puma hatte bereits in der vergangenen Woche eine Gewinnwarnung veröffentlicht und die Prognose für 2012 gesenkt.

Mit dem nun verschärften Umbau soll die komplexe Organisationsstruktur des Konzerns vereinfacht werden. Kern ist die Einführung eines regionalen Geschäftsmodells, das zunächst in Europa realisiert und dann auf die übrigen Regionen übertragen wird. In Europa sinkt die Zahl der Länderorganisationen von 23 auf 7. Während die Verwaltung der neuen Einheiten zentralisiert wird, soll die Verantwortung für Vertrieb und Marketing in den jeweiligen Ländern verbleiben, um die Nähe zu den Kunden zu vergrößern.

Auch die Beschaffung soll künftig regional gesteuert werden, um die Bearbeitungszeit von Kundenaufträgen zu verkürzen. Darüber hinaus plant Puma, die Anzahl seiner Produkte zu verringern. Zudem sollen laufende Sponsorenverträge überprüft und gegebenenfalls vorzeitig beendet werden. Unrentable Läden in Europa und Nordamerika sollen geschlossen, dafür neue an profitablen Standorten in Wachstumsmärkten eröffnet werden. Welche Folgen die Pläne für die weltweit rund 10 800 Mitarbeiter haben werden, blieb zunächst unklar.

Den Einmalkosten von rund 100 Millionen Euro für die Verschärfung des ohnehin wegen des zurückliegenden starken Wachstums nötigen Umbaus stünden in den nächsten beiden Jahren Einsparungen in ähnlicher Höhe gegenüber, erläuterte Koch. Er muss ab nächstem Jahr ohne seinen für das Tagesgeschäft zuständigen Geschäftsführer Klaus Bauer sowie Marketingchef Antonio Bertone zurechtkommen.

dpa

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