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Osram streicht an fast allen deutschen Standorten Stellen; das Werk in Augsburg soll am härtesten von den Plänen betroffen sein.

Osram streicht an fast allen deutschen Standorten Stellen; das Werk in Augsburg soll am härtesten von den Plänen betroffen sein. © Stefan Puchner

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Osram nennt Details: Einzelne Werke verlieren bis zu 400 Stellen

Der Leuchtmittel-Hersteller Osram hat nach der heftigen Kritik an der Informationspolitik des Konzerns erste Details zu seinem bevorstehenden Stellenabbau genannt.

München. Ein Unternehmenssprecher nannte der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) Zahlen für die geplanten Streichungen an den einzelnen Standorten. Laut dem Bericht ist das Werk in Augsburg am stärksten betroffen.

Die IG Metall und Betriebsräte hatten den Jobabbau scharf kritisiert. Sie bemängelten auch, dass die Mitarbeiter in den einzelnen Werken zunächst im Unklaren gelassen worden waren. Osram hatte angekündigt, in den kommenden drei Jahren bundesweit etwa 1700 Jobs zu streichen. Weltweit sind es rund 7800.

In Augsburg sollen zwischen 350 und 400 Stellen wegfallen. Das rund 90 Jahre alte Traditionswerk war bislang schon von Sparrrunden besonders betroffen. Nach Gewerkschaftsangaben sind innerhalb der vergangenen zehn Jahre bereits 700 Stellen in Augsburg gestrichen worden. Der letzte Jobabbau des Konzerns sei noch nicht ganz abgearbeitet, zum 1. Oktober würden noch einmal 130 Beschäftigte das Werk verlassen - übrig blieben dann noch rund 1200 Mitarbeiter.

In Eichstätt sind mehr als 300 Mitarbeiter betroffen. Diese Zahl könne sich allerdings noch ändern, falls das Verbot von Haushalts-Halogenlampen im Jahr 2016 noch verschoben würde, sagte ein Osram-Sprecher dem Blatt. Verhandlungen mit der EU über eine Aussetzung des Gesetzes liefen bereits.

In Berlin sollen 283 Arbeitsplätze gestrichen werden. 70 bis 80 Stellen sollen jeweils in den Werken in Schwabmünchen bei Augsburg und im nordrhein-westfälischen Wipperfürth wegfallen. Zu den Plänen für das Verwaltungszentrum in München, zu dem auch die Entwicklung im Vorort Garching gehört, wollte der Firmensprecher keine Angaben machen. Nach SZ-Informationen sind 250 bis 300 Stellen gefährdet.

Nur das Werk in Herbrechtingen (Baden-Württemberg) soll weitgehend verschont bleiben. Ein Osram-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Wochenende die in dem Zeitungsbericht genannten Zahlen.

Auch bei der LED-Produktion in Regensburg wurden Streichungen angekündigt. Diese seien durch die höhere Automatisierung bedingt und hätten nichts mit den aktuellen Rationalisierungsplänen zu tun, wie die "Mittelbayerische Zeitung" bereits Ende Juli berichtet hatte. 100 Stellen sollen deshalb wegfallen.

Osram ist - wie alle Lichttechnik-Anbieter - vom rasanten Wandel in der Branche von konventioneller Beleuchtungstechnik hin zu moderner Leuchtdioden-Technik (LED) betroffen. Am Freitag war bekanntgeworden, dass Osram die italienische Beleuchtungsfirma Clay Paky kauft und damit die eigene Sparte für Spezialbeleuchtung stärkt.

dpa


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