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Trotz der Eurokrise wünschen sich viele Deutsche die D-Mark nicht zurück.

Trotz der Eurokrise wünschen sich viele Deutsche die D-Mark nicht zurück.© David Ebener

Währung

Nur gut jeder vierte Deutsche will zurück zur D-Mark

Der Euro gewinnt an Sympathie: Zwei von drei Deutschen (69 Prozent) wollen die Gemeinschaftswährung einer Umfrage zufolge behalten. In den vergangenen Jahren waren noch mehr Menschen Euro-skeptisch eingestellt.

Düsseldorf. Heute wünschen sich nur 27 Prozent die D-Mark zurück, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des "Handelsblatt" (Dienstag).

 "Die für viele nicht durchschaubare Euro-Krise ängstigt die Deutschen zwar. Sie fürchten um ihr Erspartes, die Sicherheit ihrer Altersversorgung, die Finanzausstattung des Staates", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Zeitung. "Die Einstellung zum Euro als Währungseinheit wird davon aber heute nicht mehr berührt."

 Das Euro-Bargeld war am 1. Januar 2002 eingeführt worden. Zwei Monate später, am 28. Februar 2002, ging die Ära der Mark im Bargeldverkehr zu Ende.

 Die Zustimmung zum Euro ist der Umfrage zufolge umso größer, je höher das Nettoeinkommen des Haushalts ist. Unter den Haushalten mit einem Nettoeinkommen ab 3000 Euro wollen vier von fünf (79 Prozent) den Euro behalten. Bei einem Nettoeinkommen bis 1000 Euro wünscht sich dagegen die Hälfte (49 Prozent) die D-Mark zurück.

 Nach Berufsstand erwiesen sich die Selbstständigen in der Befragung als größte Euro-Befürworter (74 Prozent), dicht gefolgt von den Beamten (73 Prozent). Unter den Arbeitern hätten dagegen 46 Prozent gerne, dass die D-Mark wieder eingeführt wird. Insgesamt wurden für die Studie 1003 Menschen in Deutschland am 2. und 3. April befragt.

 Auch eine Mitte Februar veröffentlichte Studie des Nürnberger GfK-Vereins hatte ergeben, dass die D-Mark-Nostalgiker auf dem Rückzug sind. 65 Prozent der befragten Deutschen sprachen sich im November und Dezember 2012 dafür aus, am Euro festzuhalten. Ein Jahr zuvor waren es demnach nur 57 Prozent.

 1948 hatte der spätere Wirtschaftsminister Ludwig Erhard als Direktor des Frankfurter Wirtschaftsrats die D-Mark eingeführt. Der alten Reichsmark hatten die Händler im zerstörten Nachkriegs-Deutschland nicht mehr getraut. Vom folgenden Wirtschaftsboom profitierten breite Schichten, die Kaufkraft stieg.

dpa


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