Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wirtschaft Nokia Siemens Networks schließt Standorte im Osten
Nachrichten Wirtschaft Nokia Siemens Networks schließt Standorte im Osten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:55 27.07.2012
Eine Fahne des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks (NSN) vor einem Gebäude der Siemens AG in München. Quelle: Andreas Gebert / Archiv
Anzeige
München/Halle

Insgesamt sind den Angaben zufolge in der Region Ost etwa 150 Arbeitsplätze von Abbau und Schließungen betroffen. Leipzig bleibt als Standort mit rund 120 Arbeitsplätzen erhalten. Nokia Siemens Networks hatte sich den Angaben zufolge am Donnerstag mit dem Betriebsrat der Region Ost geeinigt.

Betriebsratschef Sven Burat sagte am Freitag dem Radiosender MDR Info (Halle), es handle sich um einen "schwer erkauften Kompromiss". Die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Kollegen hätten die Möglichkeit, für 18 Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Auch Altersteilzeit-Verträge würden angeboten. Es sei "sehr bitter", sagte Burat. Man verliere eine große Anzahl von Fachkräften.

Der Geschäftsführer von Nokia Siemens Networks Deutschland, Hermann Rodler, erklärte: "Die jetzige Lösung ist sozial verträglich und für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, weil wir unsere Restrukturierungsmaßnahmen nun zum 1. September 2012 in der Region umsetzen können." Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge zunächst die Absicht, alle Standorte in Ostdeutschland außer Berlin zu schließen, damit auch Leipzig. Die Transfergesellschaft werde die Mitarbeiter weiter qualifizieren und sie bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützen. "Wenn genügend Mitarbeiter davon Gebrauch machen - hiervon gehen wir aus - dann ist mit dieser Lösung der Erhalt des Standortes Leipzig gesichert", sagte er.

Im November 2011 hatte der Telekommunikationskonzern seine Absicht angekündigt, weltweit 17 000 Arbeitsplätze abzubauen. Ziel war es, das Unternehmen aus der Verlustzone herauszuholen und für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Von dieser Restrukturierung seien in Deutschland rund 2900 Arbeitsplätze betroffen. Nokia Siemens Networks stellt technische Geräte für mobile Breitbandnetze her.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie das drittgrößte deutsche Stromunternehmen am Freitag mitteilte, liegt es im ersten Halbjahr mit seinen Ergebnissen "leicht über den Erwartungen". Der Jahresüberschuss lag im ersten Halbjahr bei 545 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum war durch den Atomausstieg noch ein Minus von 580 Millionen Euro verbucht worden.

27.07.2012

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon investiert massiv in weiteres Wachstum und bescheidet sich deswegen beim Gewinn: Im vergangenen Quartal blieben unterm Strich nur 7 Millionen Dollar (5,7 Mio Euro) übrig, deutlich weniger als ein Jahr zuvor mit 191 Millionen Dollar.

27.07.2012

Der Linde-Konzern bleibt dank seines Sparprogramms auf Kurs und will seine ehrgeizigen Gewinnziele früher erreichen als geplant.Im ersten Halbjahr legte der Gewinn des DAX-Konzerns nach Steuern um 5,5 Prozent auf 631 Millionen Euro zu, wie der Industriegase-Spezialist und Anlagenbauer in München berichtete.

27.07.2012
Anzeige