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Nivea-Hersteller Beiersdorf hat Produkte aus dem Sortiment genommen, Strukturen gestrafft und Stellen abgebaut.

Nivea-Hersteller Beiersdorf hat Produkte aus dem Sortiment genommen, Strukturen gestrafft und Stellen abgebaut. © Angelika Warmuth

Konsumgüter

Nivea-Konzern Beiersdorf startet neu durch

Der Beiersdorf-Konzern hat seine Schwächeperiode überwunden und legt besonders in den Schwellenländern stark zu. In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent auf 4,57 Milliarden Euro, teilte der Nivea-Hersteller mit.

Hamburg. Das betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte (EBIT) kletterte um fast 17 Prozent auf 575 Millionen Euro. Unter dem Strich kamen 358 Millionen Euro in die Kasse nach 336 Millionen in den ersten neun Monaten 2011.

"Beiersdorf ist auf einem guten Kurs", sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich. "Die Geschäftsentwicklung liegt innerhalb der Erwartungen, in einem teilweise schwierigen Umfeld." Der Dax-Konzern hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht an. Statt um drei sollen die Erlöse nun um bis zu vier Prozent zulegen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 9,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte noch deutlicher von 76 Millionen auf 107 Millionen Euro. Die Beiersdorf-Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Kursplus von zeitweise mehr als sechs Prozent.

Besonders dynamisch entwickeln sich für Nivea die Wachstumsmärkte außerhalb Europas, so wie Brasilien, Russland und China. Der Unternehmensbereich Consumer, der mehr als 80 Prozent des Beiersdorf-Umsatzes ausmacht, legte zum Beispiel in Lateinamerika um 15,5 Prozent zu, in Osteuropa um 7,7 Prozent. Gegenwärtig erwirtschaftet Beiersdorf 48 Prozent des Umsatzes außerhalb Westeuropas, im übernächsten Jahr sollen es mehr als 50 Prozent sein.

Um näher an die Märkte und Konsumenten heranzurücken, baut das Unternehmen für 80 Millionen Euro eine neue Fabrik in Mexiko, die 550 Mitarbeiter beschäftigen soll. Auch in China, für Beiersdorf ein schwieriger Markt, verstärkt der Konzern seine Präsenz und will bis 2014 schwarze Zahlen schreiben.

Der westeuropäische Markt, wo Beiersdorf nach wie vor die höchsten Gewinne einfährt, schwächelt dagegen und blieb beim Umsatz um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das sei zum Teil auf den schwachen Konsum zurückzuführen, zum Teil eine Folge der Sortimentsbereinigung. Beiersdorf hatte sich in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Geschäftsfeldern zurückgezogen und das Sortiment gestrafft, um wieder profitabler zu werden. Der Konzern war gegenüber Konkurrenten wie L'Oreal, Unilever und Procter & Gamble zurückgefallen.

"Vor uns liegt noch ein langer Weg", sagte Heidenreich. "Es wird noch drei bis fünf Jahre dauern, um die Ziele unserer Blue Agenda zu erreichen." Dieses Projekt beschreibt die Ziele des Unternehmens und setzt auf Umsatzwachstum, Markenstärkung, Innovationskraft und die Wachstumsmärkte. "Wir arbeiten alle ein bisschen härter, wir sind fokussierter und wir machen alles ein bisschen schneller", sagte der Vorstandschef. Die Pipeline mit neuen Produkten für 2013 sei fertig - doch die Details mochte Heidenreich noch nicht verraten.

dpa


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