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Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller Alno setzt in den kommenden Wochen auf Kurzarbeit.

Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller Alno setzt in den kommenden Wochen auf Kurzarbeit. © Patrick Seeger/ Archiv

Möbel

Küchenhersteller Alno plant Kurzarbeit

Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller Alno setzt in den kommenden Wochen auf Kurzarbeit. "Wir werden im Oktober und November an den Standorten Pfullendorf und Enger jeweils sechs bis sieben Tage Kurzarbeit haben, um die Produktion flexibel steuern zu können".

Berlin. Das sagte Konzernchef Max Müller der "Welt am Sonntag". Als größter deutscher Küchenmöbel-Hersteller gilt nobilia mit Sitz im ostwestfälischen Verl.

Mit der Kurzarbeit reagiert Alno auf einen rückläufigen Auftragseingang. "Wir haben eine kräftige Preiserhöhung von acht Prozent über alle Marken durchgesetzt. Dabei nehmen wir bewusst in Kauf, dass einige Händler weniger Ware bestellen. Wir verzichten auf Umsätze mit schlechten Deckungsbeiträgen zugunsten einer höheren Ertragsqualität", sagte Müller. Es bringe nichts, Umsatz zu bolzen und dabei nichts zu verdienen. "Das ist hier in den vergangenen Jahren passiert und hat Alno durch 160 Millionen Euro Verlust binnen sieben Jahren an den Rand des Ruins gebracht."

Nur durch einen für die Aktionäre schmerzhaften Sanierungsplan konnte Alno kürzlich vor der Insolvenz gerettet werden. Nun gibt sich Müller optimistisch. "Die Ausgangslage für eine positive Zukunft des Unternehmens war lange nicht so gut wie jetzt." Die Schwaben wollen vor allem im Exportgeschäft zulegen.

dpa


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