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Wirtschaft Konjunkturforscher: Verbraucher geben 2015 noch mehr Geld aus   
Nachrichten Wirtschaft Konjunkturforscher: Verbraucher geben 2015 noch mehr Geld aus   
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13:18 29.03.2015
In Deutschland wird derzeit gerne eingekauft. Quelle: Sebastian Kahnert
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n. "Das RWI prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg des privaten Konsums von 2,6 Prozent - das wären 1,4 Prozentpunkte mehr als 2014", sagte RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn der "Wirtschaftswoche".

Hauptgründe für das anhaltend gute Konsumklima seien steigende Beschäftigtenzahlen und hohe Lohnabschlüsse. "Die Lohnerhöhungen dürften in diesem und in den kommenden Jahren kräftig ausfallen."

Erst am Freitag war für die 550 000 Beschäftigten der deutschen Chemieindustrie ein Plus von 2,8 Prozent vereinbart worden. Der zuvor erzielte Abschluss für mehr als 3,7 Millionen Beschäftigte der deutschen Metall- und Elektroindustrie sieht eine Entgelterhöhung von 3,4 Prozent vor. Und das vor dem Hintergrund einer aktuell geringen Teuerung: Die jährliche Inflationsrate betrug im Februar lediglich 0,1 Prozent. Im Januar waren die Preise sogar um 0,4 Prozent zum Vorjahresmonat gesunken.

Angesichts geringer Preissteigerungen bleibt den Beschäftigten also auch real mehr Geld in der Tasche. So sind die Reallöhne der deutschen Arbeitnehmer 2014 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,7 Prozent gestiegen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Marktforscher GfK berichtet, die Verbraucherstimmung in Deutschland sei so gut wie seit 2001 nicht mehr. Die Anschaffungsneigung liege nur noch knapp unter ihrem historischen Höchststand, während die Sparneigung angesichts minimaler Zinsen extrem niedrig sei.

Gefahren, dass der Konsum einbricht, sieht Konjunkturforscher Döhrn nicht. "Ich sehe derzeit keine belastenden Faktoren, sofern es zu keinen externen Schocks wie einem Anstieg des Ölpreises kommt."

Positive Auswirkungen auf den Konsum durch den gesetzlichen Mindestlohn sieht der RWI-Experte allerdings nicht. "Der Konsumeffekt durch den Mindestlohn ist, wenn überhaupt, nur kurzfristig", sagte er der "Wirtschaftswoche". Mittel- und langfristig gingen Jobs verloren. Zudem werde ein Teil der zusätzlichen Einkommen über steigende Preise - etwa im Dienstleistungsbereich - neutralisiert.

dpa

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