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Der Logistik-Dienstleister Hermes profitiet vom Boom des elektronischen Handels.

Der Logistik-Dienstleister Hermes profitiet vom Boom des elektronischen Handels. © Stefan Sauer

Handel

Internet-Handel bringt Hermes nach vorn

Der Logistik-Dienstleister Hermes wächst mit dem Boom des elektronischen Handels. Im vergangenen Jahr erhöhte sich der Umsatz um sieben Prozent auf 1,92 Milliarden Euro.

Hamburg. Im laufenden Jahr werde die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten.

Das sagte Hermes-Chef Hanjo Schneider am Dienstag in Hamburg. In Europa transportierte Hermes 452 Millionen Sendungen, das sind 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Tochterunternehmen der Otto Group baue neue Standorte in Europa, Asien und den USA auf. Den Gewinn veröffentlicht Hermes nicht; wegen hoher Investments und schwacher Margen in Deutschland sei er jedoch insgesamt rückläufig gewesen, hieß es.

"Hermes ist längst mehr als ein Paket-Zustelldienst", sagte Schneider. "Als weltweit einziges Unternehmen bieten wir alle Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette des Handels unter einem Markendach an." So hilft Hermes Handelsfirmen in Russland, den USA, China und Brasilien beim Aufbau von Online-Shops. "Unser Ziel ist es, kleinen wie großen Händlern alle notwendigen Lösungen für die Erschließung neuer Märkte in Europa, Asien oder Südamerika anzubieten."

Der E-Commerce-Boom wird sich nach den Erwartungen von Hermes noch beschleunigen. "Jetzt werden die Generationen zu Käufern, die mit dem E-Commerce aufgewachsen sind, und die haben ein völlig anderes Einkaufsverhalten", sagte Schneider. Der Anteil des Distanzhandels am gesamten Einzelhandel könne von gegenwärtig gut neun auf 20 bis 25 Prozent zunehmen. Bis 2017 werde der E-Commerce europaweit rund 191 Milliarden Euro Umsatz erreichen, gut 70 Prozent mehr als heute. Entsprechend müssen die Strukturen mitwachsen. "Wir haben jetzt schon Probleme, genug Lkw-Fahrer zu finden und wollen vielleicht selbst welche ausbilden."

Für Hermes arbeiten in Deutschland rund 10 000 eigene Angestellte und weitere 13 000 bis 15 000 Beschäftigte anderer Firmen. Bezahlung und Arbeitsbedingungen der Fahrer seien mittlerweile konzernweit mit Mindestbedingungen versehen. So erhalten alle Fahrer in Deutschland einen Lohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde, meistens mehr, erklärte Deutschland-Chef Frank Iden. Die Bedingungen würden von einer externen Zertifizierungsgesellschaft regelmäßig überprüft. Im laufenden Jahr werde Hermes einen Aufsichtsrat erhalten, in dem die Arbeitnehmer die Hälfte der 20 Sitze einnehmen. Dem Gremium soll auch die frühere TV-Moderatorin Sabine Christiansen angehören.

Mit dem US-Paketdienst UPS erwächst Hermes ein neuer Konkurrent im Wettbewerb um die privaten Kunden. Bislang hat UPS überwiegend für Geschäftskunden gearbeitet. Nun will der Paketdienst noch in diesem Jahr 2000 Paketshops im deutschen Einzelhandel eröffnen, mittelfristig sollen es 4500 Läden werden, sagte Frank Sportolari, Deutschlandchef von UPS, der Tageszeitung "Die Welt". Dort können Privatkunden Bestellungen an ihre Adresse abholen oder selbst Sendungen abgeben. Hermes und andere Konkurrenten wie die Post-Tochter DHL, GLS oder DPD haben bereits Tausende Paketshops. Das hält UPS jedoch nicht ab. "Bei uns werden das ordentliche, wohl ausgesuchte Läden sein. Unser Name hat ein ganz anderes Gewicht", sagte Sportolari der Zeitung.   

dpa


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