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Wirtschaft IHK-Umfrage: Top-Klima in der niedersächsischen Wirtschaft
Nachrichten Wirtschaft IHK-Umfrage: Top-Klima in der niedersächsischen Wirtschaft
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00:16 17.07.2017
WIRTSCHAFT LÄUFT: Besonders Investitionsgüterhersteller in Niedersachsen sind zufrieden. Das Foto zeigt einen Mitarbeiter vor einem Stahl-Hochhofen. Quelle: dpa
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HANNOVER

Für Niedersachsens Industrie- und Handelsunternehmen läuft es gut – und das dürfte auch so bleiben. Zumindest deuten so die IHK im Land das Ergebnis ihrer jüngsten Konjunkturumfrage. Die Geschäftslage ist demnach „so gut wie zuletzt im Jahr 2000“. Nach 2009, dem Einbruch der Weltwirtschaft mit der Finanzkrise, habe die Entwicklung der Geschäftsklimaindikatoren im Lande immer über dem langjährigen Durchschnittswert gelegen. „Es gibt Zeichen dafür, dass die Unternehmen glauben, dass diese Entwicklung substanziell, also von Dauer ist“, erklärte Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, bei der Vorstellung des Ergebnisses am Freitag in Hannover.

Sieben Prozent (Vorquartal: neun) der gut 1700 befragten Firmen sind demnach mit der Lage unzufrieden – 43 Prozent (37) beurteilen sie als gut. Der Gesamtindex erhöhte sich um zwei auf 120 Punkte. Der langjährige Schnitt: 106 Punkte. Besonders gut läuft es in der Industrie: Hier erreichte der Auftragsbestand „den höchsten Wert seit der Deutschen Einheit“ -besonders gut läuft es dabei für Investitionsgüterhersteller(Maschinenbau, Elektrotechnik, Automotive).

Die Bauwirtschaft kommt gar auf ein historisches Hoch: fast zwei Drittel der Firmen beurteilten ihre Lage als gut. Engpassfaktor hier (wie an anderen Stellen): Fachkräfte, die bereit sind, zu den herrschenden Bedingungen hier zu arbeiten.

Weniger zuversichtlich ist der Einzelhandel: Dort wird für die nächsten Monate mit einer geringfügigen Abschwächung des Geschäfts gerechnet. Optimistisch sind hier die Anbieter von Kleidung und Unterhaltungselektronik, mit Umsatzrückgang rechnen Händler für Bau- und Heimwerkerbedarf, Möbel- und Einrichtungsanbieter sowie die Schuh- und Lederwaren Verkäufer.

Laut Schrage könnten in diesem Jahr in Niedersachsen etwa 60 000 Jobs geschaffen werden – zu Jahresanfang hatte man auf gut 40  000 gehofft – „wenn die benötigten Fachkräfte gefunden werden!“ Dass die Stimmung so gut ist, liege an den „gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen – die sind wie gemalt“, erklärt Schrage. So würden die Löhne steigen, seien die Zinsen niedrig und der Ölpreis gesunken. Zudem habe sich die Lage im Euro-Raum in der jüngsten Vergangenheit „deutlich verbessert“. Sorgen machen ihm zunehmende Probleme mit der Türkei, Großbritannien (Brexit!) – und den USA: „Das US-Geschäft lief auch schon mal besser als jetzt.“ Der gewichtigste Faktor hier: Der Autobau – auf VW hatten die Amerikaner als Folge des Dieselskandals zumindest die ersten Monate immer noch recht wenig Lust.

Von Ralph Hübner

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