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Neues Rathaus in Hannover

© Kristoffer Finn

In der Vielfalt liegt die Kraft

Hannovers Unternehmen

Hannovers Wirtschaft zeigt sich kreativ, modern und gesund - hier treffen Tradition und Innovation aufeinander.

Hannover. Es geht nicht immer gerecht zu, auch in der Wirtschaft nicht. Berühmte Namen hat die Industrie hervorgebracht, Erfinder bauten Imperien, die bis heute heißen wie ihre Gründer. Da leuchtet „Siemens“, „Daimler“ oder „ThyssenKrupp“ vom Dach der Konzernzentrale. Fabriken prägen Landschaftspanoramen, bilden die Orientierungspunkte bei der Annäherung an eine Stadt. Und wenn Wirtschaftskraft gezeigt werden soll, dann sucht man Bilder aus Werkhallen, wo Material bewegt wird und Greifbares entsteht.

Und was ist mit den Dienstleistern? Einige Händler haben es zu Berühmtheit gebracht, Neckermann und Hertie beispielsweise, aber der Ruhm ist längst verwelkt. Ausgerechnet im Service, dort, wo es auf die Menschen ankommt wie in keiner anderen Branche, sind die Unternehmerdenkmäler rar.

Das mag daran liegen, dass dieser Wirtschaftssektor seinen Aufschwung nahm, als die Zeit der großen Patriarchen schon vorbei war. In Industriestädten wie Hannover nahm man eigentlich erst in den siebziger Jahren wahr, was da im Entstehen war. Händler, Finanziers, Makler, Freiberufler hatte es immer gegeben, aber nun wurde daraus ein wachsender Wirtschaftssektor mit Marketing, Produkten und Innovationen.

Die Industriebetriebe schrumpften derweil, mancher sagte schon ihr Aussterben voraus - es gibt ja auch glückliche Irrtümer. Heute profitiert die Region von einem Mix aus Industrie, Handwerk und eben einem starken Dienstleistungssektor. Entsprechend vielfältig sind mittlerweile die Anforderungen an den Standort. Was früher die Verkehrsanbindung war, umfasst heute auch die Datenautobahn; wo einst vom Arbeiterreservoir die Rede war, braucht es heute Spezialisten jeglicher Couleur.

Schließlich sind Geschäftsmodelle entstanden, die es in dieser Form vor ein paar Jahrzehnten überhaupt noch nicht gab. Das gilt natürlich für den IT-Bereich, aber auch für Branchen wie die Zeitarbeit, Logistik und Medien.

Die Dienstleister haben die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten nicht weniger verändert als zuvor die Industriebetriebe. Dafür stehen nicht nur die Glasfassaden der großen Versicherungen. Rund um die Immobilie ist ein ganzer Wirtschaftszweig entstanden, der weit über das Baugewerbe früherer Jahre hinaus reicht. Projektentwickler prägen heute zusammen mit den Stadtplanern das Erscheinungsbild einer Region, Makler, Verwalter, technische Dienstleister und „Facility Manager“ machen ihr Geschäft rund ums Gebäude und sind für die subjektiv empfundene Lebensqualität manchmal wichtiger als die prestigeträchtigen Großbetriebe.

Gerade noch 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Hannover - insgesamt gut 60000 Menschen - verdienen ihr Geld im verarbeitenden Gewerbe. Genauso viele entfallen bereits auf einen unauffälligen, sehr heterogenen Bereich, die „wirtschaftliche Dienstleistung“. Mit weiteren 75000 Mitarbeitern sind Handel und Gastgewerbe der größte Wirtschaftszweig in der Region. Zählt man Bereiche wie die öffentliche Verwaltung, das Gesundheits- und Sozialwesen, Information und Kommunikation oder Finanz und Versicherung dazu, wird schnell klar, dass die Dienstleistungsbranchen längst den Standort prägen.

Ob das gleich zur „Dienstleistungsgesellschaft“ geführt hat, die jahrelang schwer in Mode war, ist eine andere Frage. Schließlich sind Industrie und Handwerk auch in Hannover so lebendig wie lange nicht mehr. Die verschiedenen Wirtschaftszweige befruchten sich gegenseitig und sind voneinander abhängig. So sind in den vergangenen Jahren die sogenannten industrienahen Dienstleistungen stark gewachsen, mit deren Hilfe Produktion effizienter und Kundenbetreuung flexibler wird.

Auch der beste Maschinenbauer könnte ohne Finanzdienstleister und Servicetechniker einpacken, der Autokonzern braucht seine Händler und Logistikpartner, die Baufirma ihre Planungsbüros. Erst alle zusammen sorgen sie dafür, dass aus einer Ansammlung von Menschen und Firmen ein Standort wird. Der Mix aus Industrie, Handwerk und Service, aus Groß und Klein, vom Weltkonzern bis zum Ingenieurbüro sorgt dafür, dass alle zusammen wettbewerbsfähiger sind, als es jeder für sich allein wäre.Stefan Winter


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