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Wirtschaft Hannover Messe ausgebucht
Nachrichten Wirtschaft Hannover Messe ausgebucht
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20:09 06.02.2018
INTELLIGENTE MASCHINEN: Micha Purucker von der Firma Festo zeigt ein Robertergreifwerkzeug, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist. Quelle: Foto: Stratenschulte
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Hannover

 Die weltgrößte Leistungsschau der Industrie ist sie allemal. Vorstandschef Jochen Köckler spricht sogar von „der spannendsten Messe aller Zeiten“ und einer Premiere: Vom 23. bis zum 27. April findet die Hannover Messe statt – und zwar in Kombination mit der Logistikmesse Cemat.

Damit wächst zusammen, was bis 1982 zusammen gehörte. Damals gliederte der Vorstand die Cemat aus – jetzt kehrt sie zurück. „Connect & Collaborate“ (verknüpfen und zusammenarbeiten) heißt das Motto der Präsentationen, die nahezu ausgebucht sind.

Mehr als 5000 Aussteller werden auf dem Messegelände erwartet, darunter 150 aus Mexiko, dem Partnerland 2018. Botschafter Rogelio Granguillhome erinnert sich noch an Zeiten, als nur eine Hand voll Landsleute die Innovationen seines Landes zeigten. Mexiko sei längst keine „Niedrigpreisplattform“ mehr, sagte er gestern., sondern der viertgrößte Exporteur von Autos und der größte Hersteller von Flachbildschirmen. Als erstes lateinamerikanisches Messe-Partnerland werde seine Heimat beweisen, dass ihr Weg zur Volkswirtschaft mit globalem Netzwerk erfolgreich war.

Noch spannender als dieser Auftritt wird das Trendthema sein – Industrie 4.0 und die intelligenten Maschinen. Ein Kühlschrank sei schon heute nicht mehr nur Kühlschrank, sondern zunehmend ein moderner Roboter, erklärte Köckler. Industrie 4,0 bedeute eine neue Epoche. Man werde die Technologie nutzen für Klimaschutz, Logistik, ja sogar die Vorbereitung der Stromnetze auf die E-Mobilität.

In den Fabriken der Zukunft, so prophezeien Experten, werden sich die Hierarchien komplett verändern. Maschinen laufen dann noch autonomer und vernetzter, sind selbst lernenden Systeme. Die Gabelstapler der Zukunft beispielsweise sollen sich nicht nur auf den Weg zu den Produktionsmaschinen machen, sondern Hindernissen ausweichen, alternative Routen suchen, Aufträge annehmen.

Alles regelt die Sensorintelligenz, häufig angeboten als Baustein von der Sick AG. Deren Vorstandschef Robert Bauer hatte im vorigen Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel den Zugang zur Cloud durch Sensorsignale erläutert. Diesmal soll ein App-Studio zur automatisierten Produktion das Highlight sein. Bauer warnt davor, beim Trend Industrie 4.0 nur auf die künstliche Intelligenz zu setzen: „Der Informationslevel beim Menschen muss mindestens so hoch sein wie bei den Maschinen“, ist seine Wunsch-Vision.

Zu Hannover Messe und Cemat werden 400 000 Besucher erwartet. Die Tagestickets kosten im Vorverkauf 31, an der Kasse 39 Euro, die Dauerkarte 70, beziehungsweise 84 Euro.

Mit Spannung erwarten Fachleute das Rahmenprogramm mit Fachvorträgen. Der VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik wird eine Studie vorstellen, die das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik erarbeitet liefert. „Technologie-Roadmaps“ heißt sie – und soll das magische Wort für den Zugang zu selbstoptimierten intralogistischen Systemen liefern.

Von Vera König

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