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Der Flugbetrieb von Air Berlin ist durch einen Notkredit der Bundesregierung für etwa drei Monate gesichert.

Der Flugbetrieb von Air Berlin ist durch einen Notkredit der Bundesregierung für etwa drei Monate gesichert.
 © dpa

Nach Insolvenzantrag

Gläubiger verhandeln über Zukunft von Air Berlin

Das fünfköpfige Gläubiger-Gremium der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin kommt an diesem Mittwoch das erste Mal zusammen. Zunächst soll es um Formalien gehen, wie die Fortsetzung des Flugbetriebs. Über den Käufer wird noch nicht entschieden, berichtet ein Insider.

Berlin.  Der Gläubigerausschuss von Air Berlin hat am Mittwoch seine Beratungen über die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft aufgenommen. Die Mitglieder kamen am Vormittag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.

Bei dem Treffen gehe es um Formalien, hieß es aus Verhandlungskreisen. So müsse das Gremium der Fortsetzung des Flugbetriebs zustimmen. Zudem werde ein Zeitplan für die nächsten Schritte festgelegt. „In keinem Fall“ werde es Entscheidungen zur Käuferauswahl geben, dazu sei es viel zu früh, sagte die Person aus dem Umfeld der Verhandlungen.

Verdi kämpft für Interessen der 8000 Mitarbeiter

Air Berlin hatte am Freitag mit der Lufthansa konkrete Gespräche über die Übernahme von Teilen der Fluggesellschaft aufgenommen. Als weitere Interessenten gelten Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will Air Berlin als Ganzes kaufen. Das stößt jedoch auf den Widerstand der Bundesregierung, die Air Berlin in seiner bisherigen Form nicht für überlebensfähig hält.

Die Gewerkschaft Verdi appellierte an den Gläubigerausschuss, die Interessen der mehr als 8000 Beschäftigten nicht unter den Tisch fallen zu lassen. „Es geht hier um die Rettung von Arbeitsplätzen“, sagte Vorstandsmitglied Christine Behle. „Das muss sich der Gläubigerausschuss immer wieder vor Augen halten.“ In dem Gremium sitzen Vertreter von Eurowings, der Bundesagentur für Arbeit und der Commerzbank sowie der Air-Berlin-Manager Christian Weyer und der Berliner Rechtsanwalt und Insolvenzexperte Niklas Lütcke.

Touristikflieger Niki soll nicht schon am Mittwoch verkauft werden

In mehreren Medien war darüber spekuliert worden, dass in der ersten Sitzung des Gläubigerausschusses bereits die Aufspaltung des Unternehmens beschlossen werden könnte. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch) berichtete, es liefen Verhandlungen über eine Absichtserklärung zum Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft Niki an Lufthansa.

Aus Verhandlungskreisen hieß es, es sei nicht damit zu rechnen, dass Niki am Mittwoch einzeln verkauft werde. Der Touristikflieger Niki gehört mit seinen geringen Kosten und einer modernen Airbus-Flotte zu den begehrten Teilen des Air-Berlin-Konzerns.

Im vergangenen Jahr hatte sich Lufthansa bereits 38 der 144 Air-Berlin-Jets gesichert. Diese Maschinen sind für die Lufthansa-Töchter Austrian und Eurowings unterwegs.

Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz beantragt, nachdem der Großaktionär Etihad dem Partner die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Der Flugbetrieb ist durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro noch für etwa drei Monate gesichert.

Von dpa/RND


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