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Wer eine Drohne steigen lassen will, braucht gutes Wetter, denn Regen kann die empfindliche Elektronik der Fluggeräte beschädigen.

Wer eine Drohne steigen lassen will, braucht gutes Wetter, denn Regen kann die empfindliche Elektronik der Fluggeräte beschädigen.
© Foto: dpa

Regelüberblick

Drohnen dürfen nicht überall fliegen

Weihnachten hat manchem eine Drohne beschert. Wer einfach losfliegt, kann allerdings viel falsch machen. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, die Drohne außer Sichtweite zu fliegen. Außerdem sind Industrieanlagen, Menschenansammlungen und Unfälle tabu. Ein Überblick.

Berlin. Wie viele Drohnen deutschlandweit unterwegs sind, weiß niemand genau. Als sicher darf aber gelten, dass das Weihnachtsfest dem Markt für Drohnen, die auch Multikopter oder Kopter genannt werden, noch einmal einen gewaltigen Schub gegeben haben dürfte. Wer alles richtig machen will mit seinem neuen Geschenk, der sollte ein paar Dinge berücksichtigen.

Wie weit fliegt eine Drohne? Technisch sind für große Drohnen Flüge von mehreren Kilometern Entfernung kein Problem. Erlaubt ist in Deutschland allerdings generell nur der Flug in Sichtweite.

Wie hoch fliegt eine Drohne? Für Hobbypiloten gilt eine Grenze von 100 Metern Höhe. Wer höher fliegen möchte, braucht eine Ausnahmeerlaubnis der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde.

Und wie schnell fliegt sie? Das reicht je nach Modell bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Ein Tempolimit gibt es nicht. Einsteiger sollten langsam anfangen, sonst endet der Flugspaß am nächsten Baum.

Bei welchem Wetter fliegt man? Grundsätzlich gilt: Gutes Wetter ist Flugwetter. Aber: Große Hitze mag der Akku nicht, böiger Wind macht es dem Piloten schwer, Nebel beeinträchtigt die Sicht und bringt ebenso wie Regen die Elektronik in Gefahr. Die Fluggeräte sind meist wasserempfindlich. Das ist auch bei Flügen im Schnee zu bedenken. Kälte macht zudem Kunststoff brüchig.

Wo darf ich fliegen? Überall dort, wo es nicht verboten ist. Kleinere Geräte kann man im Haus steigen lassen. Mehr Spaß macht es natürlich im Freien. Auf dem eigenen Grundstück ist das kein Problem, solange man nicht die Nachbarn ohne deren Einwilligung filmt oder fotografiert.

Und wo auf keinen Fall? Die Liste ist lang, und dennoch ist es ganz einfach. Man lässt die Fliegerei überall dort, wo einem der gesunde Menschenverstand sagt: Hier habe ich mit der Drohne nichts verloren! Dazu zählen Flughäfen, Militärgelände, Industrieanlagen, AKW, Naturschutzgebiete, Menschenansammlungen, Unfallorte, fremde Grundstücke, Landes- und Bundesbehörden und Gefängnisse. Die komplette Liste gibt es auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums. Auch verschiedene Apps geben Aufschluss:

Diese Apps helfen frischgebackenen Hobbypiloten

DMFV Pilot: Recht neu ist die App des Deutschen Modellflieger Verbands (DMFV). Sie zeigt an, wo eine Drohne aufsteigen darf und wo nicht. Zudem verspricht die App, vor Ereignissen zu warnen, die einen Flug beeinträchtigen können. Keine Registrierung nötig. Kostenlos für Android und iOS.

Airmap: Diese App zeigt auch im Ausland über ein einfaches Farbsystem an, wo geflogen werden darf und wo nicht. Kostenlos für Android und iOS.

DFS Drohnen: Die App der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt dank GPS-Ortung Auskunft über Flugverbotszonen in der Nähe des jeweiligen Aufenthaltsorts. Ein Logbuch hält absolvierte Flüge fest. Kostenlos für Android und iOS.

UAV Forecast: Informationen zur Windgeschwindigkeit und zum Flugwetter gibt diese App. Darüber hinaus nennt sie den aktuellen sogenannten KP-Index, der über die Sonnenaktivität informiert. Die solare Teilchenstrahlung kann bei einem KP-Wert über vier das GPS-System der Drohne beeinflussen. Kostenlos für Android und iOS.

Brauche ich eine Versicherung? Ja! Ein mehrere Kilogramm schweres Fluggerät kann beim Absturz großen Schaden anrichten und Menschen verletzen. Es kann bei einem Defekt des Akkus unter Umständen sogar in Flammen aufgehen. Deshalb dürfen nur Drohnen mit einem Gewicht bis zu 250 Gramm ohne gesonderten Versicherungsschutz in die Luft gehen.

Wer versichert Drohnen? Bei manchen Privathaftpflichtversicherungen sind Drohnen bis zu einem bestimmten Gewicht mit der herkömmlichen Police abgedeckt. Wer eine gesonderte Drohnenversicherung abschließt, muss mit Kosten ab 40 Euro im Jahr rechnen. Die Versicherungssumme sollte mindestens eine Million Euro betragen.

Benötige ich eine Genehmigung? Grundsätzlich nicht. Wer aber mehr als 100 Meter hoch aufsteigen will oder eine Drohne von mehr als fünf Kilogramm Gewicht besitzt, braucht das Okay der Landesluftfahrtbehörde. Das gilt auch für gewerbliche Flüge unabhängig von Drohnengewicht und Flughöhe. Gewerblich können übrigens auch Drohnenaufnahmen sein, die im Internet hochgeladen werden.

Was brauche ich noch? Wiegt die Drohne mehr als 250 Gramm, muss sie zur Identifizierung mit einer feuerfesten Plakette mit Namen und Adresse ihres Eigentümers versehen sein. Angeboten werden Aluminiumschilder in verschiedenen Größen zum Aufkleben.

Von Helmuth Klausing/RND


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