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Dax geht schwächer in das Wochenende

Nach zuletzt zwei freundlichen Tagen hat sich der Dax am Freitag schwächer in das Wochenende verabschiedet. Angesichts gemischter Unternehmenszahlen aus den USA und global ebenfalls nicht in eine Richtung zeigender Wirtschaftssignale kam es zu Gewinnmitnahmen.

Frankfurt/Main. Der deutsche Leitindex fiel am Ende um 0,43 Prozent auf 7702,23 Punkte. Auf Wochensicht hat er damit zwar 0,17 Prozent verloren, seit Jahresbeginn aber immer noch um mehr als ein Prozent zugelegt. Die übrigen Indizes schlugen sich besser: Der TecDax gab am Freitag nur knapp um 0,01 Prozent auf 871,56 Zähler nach. Der MDax dagegen stieg um 0,53 Prozent auf 12 547,73 Punkte.

Gutes zu vermelden gab es aus China: Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft hatte im vierten Quartal die Talsohle hinter sich gelassen. Dem stand aber gegenüber, dass sich das von der Universität Michigan ermittelte US-Konsumklima im Januar überraschend eingetrübt hatte. Außerdem waren jüngste Unternehmenszahlen aus den USA gemischt ausgefallen: Der Mischkonzern General Electric und die Großbank Morgan Stanley wussten mit ihren Zahlen positiv zu überraschen, während dem Chipkonzern Intel im Schlussquartal weiterhin die schwachen Verkäufe klassischer Computer und Notebooks zu schaffen gemacht hatten.

Führend im Dax waren die Aktien der Commerzbank. Sie stiegen um 1,75 Prozent, nachdem es in einem Pressebericht geheißen hatte, das Institut erwäge in Deutschland den Abbau von 4000 bis 6500 Stellen. Equinet-Analyst Philipp Häßler sagte, durch andere Maßnahmen ließen sich die von der Bank angestrebten Kostensenkungen kaum realisieren. Titel der Deutschen Bank schlossen dagegen im Minus und profitierten somit nicht von starken Zahlen des US-Wettbewerbers Morgan Stanley.

Titel von ThyssenKrupp ruderten nach dem Anstieg vom Vortag postwendend zurück. Nach einem kritischen Bericht gehörten sie mit Abgaben von 1,82 Prozent zu den größten Verlierern. Laut "Handelsblatt" ist der Konzern unzufrieden mit den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke und "hat daher die Interessenten aufgefordert, ihre Offerten nachzubessern", zitiert die Zeitung aus Verhandlungskreisen. Dennoch zeigte sich Unternehmenschef Heinrich Hiesinger auf der Hauptversammlung zuversichtlich, den geplanten Verkauf bis zum Herbst abschließen zu können.

Im MDax waren die Titel von Bilfinger gefragt. Titel des Baudienstleisters profitierten mit plus 1,60 Prozent von einer vermeldeten Übernahme in den USA. Analyst Marc Nettelbeck von der DZ-Bank bezeichnete den Kauf des Wassertechnik-Spezialisten Johnson Screens als attraktiv. Spitzenreiter waren aber die Puma-Aktien, die am Nachmittag plötzlich nach oben schossen und letztlich mehr als vier Prozent gewannen. Händler begründeten dies mit dem Gerücht, dass der französische Mehrheitsaktionär PPR ein Gebot für die noch nicht ihm gehörenden Anteile abgeben wolle.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,34 Prozent auf 2709,59 Punkte. In Paris stand ebenfalls ein Minus auf der Kurstafel, während die Londoner Börse freundlich aus dem Handel ging. In New York lag der Leitindex Dow Jones zum Handelsschluss in Europa knapp im Minus.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Bund-Future stieg um 0,36 Prozent auf 143,15 Punkte. Der Kurs des Euro fiel bis zuletzt knapp unter die Marke von 1,33 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3324 (Donnerstag: 1,3368) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7505 (0,7481) Euro.

dpa


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