Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wirtschaft Chemie-Gewerkschaft fordert im Tarifstreit "ernsthaftes Angebot"
Nachrichten Wirtschaft Chemie-Gewerkschaft fordert im Tarifstreit "ernsthaftes Angebot"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 21.03.2015
Werk der Bayer AG in Leverkusen: Die Chemie-Tarifrunde 2015 ist ungewöhnlich kontrovers. Quelle: Oliver Berg/Archiv
Köln

Er erwarte eine "Rückkehr zur tarifpolitischen Vernunft", sagte Vassiliadis bei einer Kundgebung in Köln laut Mitteilung.

Nach Angaben der Gewerkschaft waren 6000 Teilnehmer gekommen, die Polizei sprach von 3500. Die Chemie-Arbeitgeber hatten angeboten, die Einkommen für die bundesweit etwa 550 000 Beschäftigten der Branche nach zwei Leermonaten um 1,6 Prozent zu erhöhen und 200 Euro in einen sogenannten Demografie-Fonds einzuzahlen, mit dem Betriebe etwa Maßnahmen zur Altersvorsorge oder Alterszeitzeit finanzieren können. Die Gewerkschaft verlangt 4,8 Prozent mehr Geld.

"1,6 Prozent - das ist kein Angebot, sondern ein Dokument der Geringschätzung gegenüber den Leistungen der Beschäftigten", kritisierte IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann. Zu einer vierten Verhandlungsrunde kommen die Tarifparteien am Donnerstag (26. März) in Stuttgart zusammen.

Hausmann betonte, dass die IG BCE einen Abschluss anstrebe: "In Stuttgart besteht dazu die letzte Möglichkeit. Gelingt dies nicht und schlägt auch die Schlichtung fehl, ist ein Arbeitskampf nicht länger ausgeschlossen."

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Hans-Carsten Hansen, sagte der "Wirtschaftswoche", dass auch er auf eine Verhandlungslösung setze: "Auf beiden Seiten sind noch große Schritte nötig - vielleicht auch mal ein Spagat." Forderungen wie in der Metall- und Elektroindustrie, wo ein Tarifabschluss von 3,4 Prozent gelang, seien wegen der geringeren Produktivität in der Chemiebranche überzogen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das umstrittene US-Unternehmen Uber glaubt auch nach dem Verbot seines Internet-Dienstes UberPop durch das Landgericht Frankfurt an eine Zukunft in Deutschland.

21.03.2015

Im Streit um die Übernahme-Bedingungen für die Supermärkte von Kaiser's Tengelmann durch Edeka zeigt der Rivale Rewe kein Interesse an Filialen, die wohl an Wettbewerber abgegeben werden müssen.

21.03.2015

Die BayernLB hat im vergangenen Jahr wegen ihrer Aufräumarbeiten im Ausland wieder tiefrote Zahlen geschrieben. Bei der Bilanzpressekonferenz an diesem Mittwoch in München wird die Landesbank nach Einschätzung in Branchenkreisen voraussichtlich einen Milliardenverlust für 2014 verkünden.

21.03.2015