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Seit Ende April gibt es am Markt für Staatsanleihen einen regelrechten Ausverkauf mit mehrfach heftigen Kurseinbrüchen.

Seit Ende April gibt es am Markt für Staatsanleihen einen regelrechten Ausverkauf mit mehrfach heftigen Kurseinbrüchen. © Bundesbank

Finanzen

Bund muss deutlich mehr Zinsen für neue Schulden zahlen

Der heftige Kurseinbruch am Markt für Staatsanleihen hat Auswirkungen auf die Kosten für die Neuverschuldung des Bundes. Bei einer Versteigerung von Bundesanleihen kam es am zu einem spürbaren Anstieg der Rendite.

Frankfurt/Main. e. Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren wurden nach Angaben der Bundesbank mit einem Zinssatz von 0,65 Prozent verkauft. Das ist ein Vielfaches der Rendite bei der letzten vergleichbaren Auktion Mitte April, als die Rendite nur bei 0,13 Prozent lag.

Seit Ende April gibt es am Markt für Staatsanleihen einen regelrechten Ausverkauf mit mehrfach heftigen Kurseinbrüchen. Zur Wochenmitte hatten die Kurse von Bundesanleihen ihre Talfahrt allerdings vorerst unterbrochen.

Trotz der heftigen Verluste sprechen Experten übereinstimmend von einer kräftigen Kurskorrektur im freien Handel und nicht von einer Trendwende. In den vergangenen Monaten war der Handel mit Bundesanleihen in eine Blasenbildung gelaufen mit immer neuen Rekordhochs.

Auch bei einer deutlich höheren Rendite blieb die Nachfrage nach den neuen Bundesanleihen in etwa stabil. Die Überzeichnung bezifferte die Bundesbank auf 1,3-fach, nach einer 1,5-fachen Überzeichnung Mitte April. Insgesamt spülte die Versteigerung etwa 2,5 Milliarden Euro in die Staatskasse.

dpa


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